Bolivien

Individuelle, exklusive Reisen Bolivien

Individuelle, exklusive Reisen Bolivien

Die Reisenden erwartet eine spektakuläre Natur. Von Regenwald bis Wüste gibt es so gut wie alles, zu den Attraktionen gehören Bergriesen, kuriose Felsformationen, spektakuläre, vielfarbige Täler und unvorstellbar weite Ebenen mit Salzpfannen. Auch die koloniale Architektur der Städte ist äusserst sehenswert, insbesondere das spektakuläre Zentrum der ehemaligen Silberstadt Potosí.


La Paz, Bolivien? Klingt das nicht abenteuerlich? Eine Stadt die im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründet wurde, auf einer fast 4 Kilometer hohen Hochebene in den Anden liegt und auf Deutsch «Frieden» heisst, welch ein Versprechen von Exotik und Wunderbarkeit. La Paz löst dieses Versprechen auf entspannte Art ein. Bunte Märkte, zurückhaltende, hilfsbereite, höfliche Menschen. Obwohl wuselige Millionenstadt mit einem wahrhaft interessanten Verkehrstreiben, ist das Leben auf den Strassen doch gleichzeitig sehr geruhsam. Ob dies allein der Höhenlage geschuldet ist oder der entspannten, bolivianischen Lebensart – wer weiss das schon genau: Als Besucher gibt es keinen Grund zu Hetzen. Hier ist Bedächtigkeit Tugend.
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Weitere Informationen



  • Einreise

    Für Schweizer Staatsbürger-/innen ein mind. 6 Monate über die Rückreise hinaus gültiger Reisepass. Visafrei bis 60 Tage Aufenthalt.

  • Gesundheit

    Schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Das Malariarisko besteht im ganzen Land unterhalb von 2’500m und hauptsächlich in den Regionen Beni, Pando und Santa Cruz. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen (z. B. La Paz) wird empfohlen, besonders für Reisende mit Herzbeschwerden. Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

  • Staat und Recht

    Nach der mehrfach modifizierten Verfassung von 1947 ist Bolivien eine präsidiale Republik; Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der fur fünf Jahre direkt gewählte Präsident (keine unmittelbare Wiederwahl möglich); er ernennt und entlasst die Minister. Die Legislative liegt beim Kongress (für fünf Jahre gewählt), bestehend aus Senat (27 Mitglieder) und Abgeordnetenhaus (130 Abgeordnete). Wichtigste Parteien: Accion Democratica Nacionalista (ADN), Movimiento Nacionalista Revolucionario (MNR), Movimiento de la Izquierda Revolucionaria (MIR).

  • Landesnatur

    Das Hochgebirge der Anden im Westen und tropisches Tiefland im Osten bilden die naturlichen Gro?raume. Die beiden Hauptketten der Anden (Ost- und Westkordillere) mit uber 6 000 m hohen Gipfeln (Illampu 6 427 m und Illimani 6 438 m) schlie?en ein 3 000-4 000 m uber dem Meeresspiegel gelegenes Hochland (Altiplano) mit abflusslosen Becken (Titicacasee, Pooposee) ein, das nach Suden immer trockener wird. Die baumlose Hochlandsteppe (Puna) geht allmahlich in eine Hochlandwuste mit gro?en Salzpfannen uber. Vom Ostabfall der Anden, dem durch die Quellflusse des Amazonas- und La-Plata-Systems tief zertalten Bolivianischen Bergland, geht Bolivien in das ostliche Tiefland uber. Im Suden reicht dieses bis in das trockenhei?e Buschland des Gran Chaco, im Norden bis in das feuchthei?e Randgebiet des Amazonasbeckens. Das Klima Boliviens ist tropisch mit geringen Schwankungen der von der Hohe abhangigen Temperaturwerte; die Niederschlage nehmen von Osten nach Westen und von Norden nach Suden ab.

  • Bevölkerung

    Etwa die Hälfte der Bevolkerung sind Hochlandindianer (Ketschua, Aimara), rund ein Drittel Mestizen (Cholos), etwa 15% Weisse, meist spanischer Herkunft (herrschende Oberschicht) und 3% Schwarze; die Zahl der Tieflandindianer (Guarani) ist gering. Obwohl das Hochland nur ein Drittel der Gesamtfläche des Landes ausmacht, leben vier Fünftel aller Einwohner in Höhen über 3’000 m. Das wirtschaftlich wenig entwickelte Tiefland im Norden und Osten ist sehr dünn besiedelt (z. T. weniger als 1 Einwohner/km2). Die jährliche Bevölkerungszuwachsrate liegt bei 2%; grösste Städte sind La Paz (einschliesslich El Alto), Santa Cruz, Cochabamba, Oruro, Sucre und Potosi.- rund 85% der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an, rund 9% protestantischen Kirchen. Es gibt eine kleine jüdische Gemeinde und in geringer Zahl Anhänger traditioneller indianischer Religionen.- Die allgemeine Schulpflicht (6.-12. Lebensjahr) wird von etwa 85% der Kinder wahrgenommen. Die Analphabetenquote liegt bei 23%. Universitäten in Sucre (gegründet 1624) und La Paz (1830), Fachschulen (als Universität oder TU bezeichnet) in Cochabamba, Santa Cruz, Oruro, Potosi, Tarija, Trinidad.

  • Wirtschaft und Verkehr

    Trotz seines Reichtums an naturlichen Ressourcen (Bodenschätze, Wälder, Wasserkraft) ist Bolivien ein Entwicklungsland mit einem der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in Lateinamerika, einer hohen Arbeitslosenquote und Unterbeschäftigung. Hauptursachen sind unzureichende Verkehrserschliessung und Energieversorgung, Kapitalmangel, lange Zeit einseitige Abhängigkeit der Wirtschaft vom Bergbau; seit Mitte der 80er-Jahre markt- und stabilitätsorientierte Umstrukturierung. Die Tilgung der öffentlichen Auslandsschulden beansprucht einen wesentlichen Teil der Exporterlöse.- Altiplano und das Bolivianische Bergland haben grosse Erzvorkommen. Gefoödert werden u. a. Zinn-, Zink-, Blei-, Kupfer-, Wolfram-, Antimon- sowie neuerdings verstärkt Gold- und Silbererze; die Andenrandzone im Südosten ist reich an Erdöl und Erdgas.- Die trotz Agrarreform (ab 1952) wenig effektive Landwirtschaft beschäftigt rund 44% der Erwerbstätigen, hat aber nur einen Anteil von weniger als einem Fünftel des Bruttoinlandsprodukts und deckt nicht den Eigenbedarf. Die grossbetriebliche Rinderhaltung im östlichen Tiefland gewinnt neben dem Anbau von Zuckerrohr, Reis, Kaffee, Soja und Baumwolle zusehends an Bedeutung. Auf dem Altiplano dominiert der Anbau traditioneller Nahrungsmittel (Getreide, Kartoffeln, Quinoa). Der illegale Anbau von Kokasträuchern hat sich seit den 70er-Jahren um ein Mehrfaches erhöht. Ueber die Hälfte des Landes ist bewaldet; forstwirtschaftliche Nutzung bisher nur in geringem Masse.- Die Industrie erzeugt u. a. Konsumgüter für den heimischen Bedarf; ferner gibt es Metallverhüttung, Erdölraffinerien, chemische Industrie, Zement-, Papierfabriken. Ausfuhrgüter sind Zink, Soja, Gold, Zinn, Holz, Erdgas und Silber. Haupthandelspartner: USA, Argentinien, Brasilien. Das Strassennetz (rund 41’000 km) ist ausbaubedürftig. Die Eisenbahn (West- und Ostnetz, zusammen 3’697 km) verbindet Bolivien mit den chilenischen Ausfuhrhäfen, mit Peru, Argentinien und Brasilien; Binnenschifffahrt (u. a. Fahrschiffe) besonders auf dem Titicacasee. Bolivien hat einen vertraglich geregelten Zugang zum Rio Paraguay und Rio Parana. Durch einen von Argentinien eingeräumten Freihafen bei Rosario erhielt Bolivien Zugang zum Atlantischen Ozean. Erdölleitungen (u. a. nach Arica in Chile) und Erdgasfernleitungen (2’300 km); internationale Flughafen: La Paz und Santa Cruz; nationale Fluggesellschaft: Boliviano de Aviacion.

  • Geschichte / Kolonialzeit

    Bolivien gehörte in prakolumbianischer Zeit zum Inkareich und wurde 1538 von den Spaniern erobert. Es war dann Teil des spanischen Vizekönigreichs Peru und gehörte seit 1776 zum Vizekönigreich Buenos Aires (La Plata). Auf dem Gebiet Boliviens lagen die Silbervorkommen von Potosi, die bis Ende des 18. Jahrhunderts Hauptquelle des spanischen Silberreichtums waren. Nach seinem Sieg bei Ayacucho (1824) rief A. J. de Sucre am 6. August 1825 die Unabhängigkeit des Landes Bolivia (nach S. de Bolivar) aus. Erster Präsident wurde S. de Bolivar (bis 1826).

  • Union bis Chacokrieg

    Die peruanisch-bolivianische Union bestand nur 1836-39. Als Bundesgenosse Perus nahm Bolivien 1879/80 am Salpeterkrieg gegen Chile teil und verlor 1884 seine Küstenprovinz Antofagasta an Chile. 1903 musste es die reiche Provinz Acre an Brasilien abtreten. Im Ersten Weltkrieg brach Bolivien 1917 die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich ab. Wirtschaftlich geriet es unter den Einfluss der USA. 1932-35 führte Bolivien den verlustreichen Chacokrieg gegen Paraguay, um sich einen Zugang zum Meer zu verschaffen; der Friede vom 21. 7. 1938 sicherte nur einen schmalen Zugang zum Rio Paraguay.

  • Nachkriegszeit bis heute

    Seitdem folgten Bauernunruhen, sozialrevolutionar bestimmte Staatsstreiche und Militärputsche aufeinander. Gestützt auf den MNR, verstaatlichte Prasident V. Paz Estenssoro die Zinnminen (1952) und leitete eine Landreform ein (1953). Die folgenden Jahre waren gepragt von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und politischer Radikalisierung. 1964 übernahm nach mehreren Putschen die Armee unter General Rene Barrientos Ortuno die Macht. Er zerschlug 1967- mit Hilfe der USA- die Guerilla-Organisation von »Che« Guevara. General Alfredo Ovando Candida (1969-71) versuchte mit einem linksorientierten Programm, die politischen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Bis 1980 wurde Bolivien von militärischen Gruppierungen beherrscht, die durch Putsche einander ablösten (u. a. unter General Hugo Banzer Suarez, 1971-78). Der nach langen Auseinandersetzungen um eine demokratische Staatsform als Kandidat der gemässigten Linken (»Union Democrata Popular«, UDP) 1980 gewählte Präsident Hernan Siles Zuazo konnte erst 1982 sein Amt antreten. Die Wahlen von 1985 gewann Paz Estenssoro fur den MNR, doch zeigte auch sein Sanierungsprogramm (u. a. Abbau der Subventionen, Lohnstopp, Privatisierung von Staatsunternehmen) zunächst wenig Erfolg. Seit 1986 erholt sich die Wirtschaft langsam. Bei den Präsidentschaftswahlen vom Mai 1989 und Juni 1993 erzielte kein Kandidat die absolute Mehrheit, deshalb bestimmte das Parlament im August 1989 Jaime Paz Zamora (MIR), im August 1993 Gonzalo Sanchez de Lozada zum Präsidenten. Neben der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme bemühten sich die verschiedenen Regierungen, zunehmend erfolgreich, um die Festigung der Demokratie, Verwaltungs- sowie Sozialreformen sowie die Bekämpfung der Drogenkriminalität, besonders des Drogenhandels. Bei den Präsidentschaftswahlen 1997 setzte sich der ehemalige General Hugo Banzer Suarez durch, der 2001- auch aus gesundheitlichen Gründen – zugunsten von Vizepräsident Jorge Quiroga zurücktrat. Mit der Ueberlassung von Nutzungsrechten an der peruanischen Hafenstadt Ilo (mit Freihandelszone für zunächst 50 Jahre und der Verpachtung eines 5 km langen Küstenstreifens) erhielt Bolivien 1993 erstmals seit 1879 wieder einen Zugang zum Meer. 1994 setzten Bolivien und Paraguay einen endgültigen Schlussstrich unter den Chacokrieg.

  • Sicherheit

    Die Kriminalität nimmt zu, ist immer häufiger mit Gewalt verbunden und richtet sich auch gegen Reisende: Taschen-, Entreiss- und Trickdiebstähle, Raubüberfälle. Auch Sexual- und andere Gewaltdelikte sind zu verzeichnen. Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen ebenfalls vor. Sie können wenige Stunden bis mehrere Tage dauern. Die Opfer werden zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte oder zur Überweisung von Geld aus der Heimat gezwungen. Das Risiko von Diebstählen, Überfällen und Entführungen besteht unter anderem in Minibussen und inoffiziellen Taxis. Eine besondere Gefährdung besteht in La Paz (vor allem im und um den Busbahnhof), El Alto, Copacabana und Santa Cruz sowie in abgelegenen Gebieten (z.B. im Tal der Yungas zwischen La Paz und Coroico, auf dem Circuit nach Rurrenabaque, im Urwaldgebiet von Chapare und in der Provinz Ayopaya).

  • Bolivianische Küche

    Die Küche Boliviens ist reichhaltig, aber eher einfach. Dennoch findet man für Schweizer Gaumen unbekannte Köstlichkeiten, die man während eines Bolivienbesuchs testen sollte. Wie in vielen anderen Ländern, unterscheidet sich die Küche Boliviens von Region zu Region. Am besten speist die Reisende in den kleinen landestypischen Restaurants. In den Städten gibt es landestypische Küche und internationale Restaurants, was einen längeren Aufenthalt etwas abwechslungsreicher werden lässt. Ebenfalls richtig leckere Gerichte werden auf den Märkten angeboten. Bei den zahlreichen Straßenständen gibt es qualitativ hochwertiges Essen. Auch hier gilt die Regel: „Cook it, peel it or forget it.“ – “Kochen, schälen oder vergessen.”, um während des Urlaubs bei guter Gesundheit zu bleiben. Die meisten Gerichte der bolivianischen Küche bestehen aus Kartoffeln und/oder Reis, Mais oder anderem Gemüse sowie einem Stück Fleisch, oftmals Rind oder Huhn. Kartoffeln, Mais und Quinoa wurden bereits von den Inkas hier kultiviert und sind bis heute fester Bestandteil andiner Küche geblieben, da diese auch am häufigsten von Bauern angebaut werden. Die Kartoffeln gibt es in mehreren Hundert verschiedenen Sorten, wobei für die typischen Gerichte oft dieselbe Sorte verwendet wird. Beliebt sind außerdem „Chunos“, Kartoffeln, die vor dem Verzehr luftgetrocknet wurden. Auch beim Mais wird man verschiedene Sorten probieren können. Coca Blätter und Mate de Coca sind aus Bolivien nicht wegzudenken. Der Europäer verbindet die Pflanze zuerst mit der gefährlichen Droge Kokain, doch damit haben die traditionellen Verwendungsweisen nichts zu tun. Ein Tee aus Coca-Blättern hilft bei der Höhenanpassung und Coca-Blätter werden gekaut um die Leistungsfähigkeit zu heben. Coca-Blätter gibt es auf jedem Markt zu kaufen, der Erwerb ist legal. Nur in die Schweiz sollten keine Coca-Produkte eingeführt werden. Zollbeamte können dies als Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz werten.

Rundreisen

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