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Länder-Informationen zu Chile

Kurzinformation:

Fläche: 756’626 km2

Einwohner: 17’574 Mio. (2017)

Hauptstadt: Santiago de Chile

Verwaltungsgliederung: 13 Regionen

Amtssprache: Spanisch

Unabhängigkeit: 12. Februar 1818

Nationalfeiertag: 18. September

Währung: 1 Chilenischer Peso (CLP) = 100 Centavos

Umrechnungskurs: 100 CLP = 0.14 CHF

Zeitzone: MEZ -3 Stunden (Magellanstrasse) bis -6 Stunden (Osterinsel)

Telefonvorwahl: 0056

Stromspannung: 220 Volt

Polizei: Tel. 133

Ambulanz: Tel. 131

Einreise: für Schweizer Staatsbürger/innen ein mind. 6 Monate über die Rückreise hinaus gültiger Reisepass. Visafrei bis 90 Tage Aufenthalt.

Gesundheit: Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen wird empfohlen, besonders für Reisende mit Herzbeschwerden. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

(amtlich spanisch Republica de Chile), Staat im Südwesten Südamerikas, grenzt im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien und im Osten an Argentinien. Zum chilenischen Hoheitsgebiet gehören ausserdem die Inseln Juan Fernandez, San Felix, San Ambrosio, Gonzales, Sala y Gomez und die Osterinsel. Der von Chile beanspruchte Teil der Antarktis umfasst 1,25 Mio. km2.

Staat und Recht: Nach der Verfassung von 1981 (mehrfach revidiert) ist Chile eine prasidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) ist der für sechs Jahre direkt gewählte Präsident. Die Legislative liegt beim Kongress, bestehend aus Abgeordnetenkammer (120 Abgeordnete, für vier Jahre gewählt) und Senat (49 Mitglieder, davon 38 für acht Jahre gewählt). Wichtigste Parteien: Christlich-Demokratische Partei (PDC), Partei für die Demokratie (PPD), Sozialistische Partei (PS), Unabhängige Demokratische Union (UDI) und Nationale Erneuerung (RN).

Landesnatur: Chile erstreckt sich entlang der Westküste Südamerikas von der peruanischen Grenze im Norden bis Feuerland im Süden als ein 4’300 km langer, 90 – 445 km breiter Streifen. Parallel zur Küste verlaufen im Westen die Küstenkordillere, im Osten die Hochkordillere, dazwischen im Norden wüstenhaftes Hochland, in Mittelchile das als tektonische Senke entstandene Grosse Längstal (Hauptwirtschafts- und Siedlungsgebiet). Die Hochkordillere mit zahlreichen Vulkanen und Höhen um 6’000m (Llullaillaco 6’723m über dem Meeresspiegel) nimmt nach Süden an Höhe ab; sie ist in Westpatagonien durch Fjorde zerschnitten und trägt hier im Innern grosse Firn- und Eisfelder. Die Küstenkordillere (bis 2’000m über dem Meeresspiegel) ist im Süden in gebirgige Inselgruppen aufgelöst. Man unterscheidet von Norden nach Süden folgende Landschaftsräume: 1. den Grossen Norden (bis zum Rio Huasco), im Wesentlichen die Atacama; 2. den Kleinen Norden (bis zum Rio Aconcagua), wo Hochkordillere und Küstengebirge unmittelbar aneinander grenzen; 3. Zentralchile oder Mittelchile (bis zur Wasserscheide  zwischen Rio Bio-Bio und Rio Imperial) mit dem von Hochkordillere und Küstengebirge eingefassten Chilenischen Längstal; 4. den Kleinen Süden (bis zum Golf von Ancud und der Insel Chiloe) mit der noch heute von Araukanern bewohnten Frontera im Norden und der Chilenischen Schweiz (Chilenisches Seengebiet) im Süden; 5. den Grossen Süden, der die Patagonische Kordillere mitsamt vorgelagerten Halbinseln und Inseln (das heisst Westpatagonien) sowie Teile Ostpatagoniens und des Feuerlandarchipels umfasst. Eine Folge der noch andauernden tektonischen Tätigkeit sind Erdbeben, die das ganze Land, besonders Mittelchile, häufig heimsuchen. Die meist kurzen, in Ost-West-Richtung verlaufenden Flüsse werden vielfach zur Bewässerung genutzt; die eiszeitliche Vergletscherung hat am Westfuss der Hochkordillere eine Reihe grösserer Seen (Villarrica, Ranco, Puyehue, Llanquihue) geschaffen.

Durch seine Erstreckung über 39 Breitengrade gliedert sich Chile klimatisch in die extrem trockene Wüstenzone Nordchile mit regenarmer, aber nebelreicher Küstenzone (Humboldtstrom), das nördliche Mittelchile mit subtropischem Klima (Winterregen) sowie das südliche Mittelchile mit Regen, vorherrschend im Winter, und Südchile mit reichen Niederschlägen zu allen Jahreszeiten und niedrigen Sommertemperaturen.

Bevölkerung: Sie besteht überwiegend aus Mestizen, daneben Indianern (10%, besonders Araukaner beziehungsweise Mapuche) und rund 25% Weissen (unter den europaischen Einwanderern im Kleinen Süden auch Deutschstämmige). Drei Viertel der Einwohner leben in Mittelchile, der Norden und Süden sind nur dunn besiedelt. Die grössten Ballungsraume bilden die Stadtregionen Gro?-Santiago de Chile, Vina del Mar, Concepcion und Valparaiso. Stadtbevolkerung: 84%, Bevölkerungswachstum: 1,4%. Chile hat über 200 Hochschulen, die bedeutenden Universitäten sind in Santiago de Chile, Valparaiso, Concepcion und Valdivia. Rund 75% der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an, über 15% protestantischen Kirchen, u. a. den stark im Wachstum begriffenen Pfingstkirchen. Die jüdische Gemeinschaft zählt rund 25’000 Mitglieder. Es besteht allgemeine Schulpflicht vom 7. bis 15. Lebensjahr. Die Analphabetenquote beträgt 5%.

Chile zählt zu den stärker industrialisierten Ländern Südamerikas. Seit Anfang der 80er-Jahre und verstärkt in den 90-er Jahren betrug das Wirtschaftswachstum mehr als 5% pro Jahr. Seit 2000 ist das Land Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur, 2002 wurde ein ein Assozierungsabkommen mit der EU abgeschlossen.

Wirtschaft: Der Bergbau ist seit dem 19. Jahrhundert die Hauptstütze der Wirtschaft. Chile ist einer der grössten Kupferproduzenten der Erde und verfügt über beträchtliche Reserven (rund 24% der bekannten Weltvorkommen; grösste Gewinnungsanlage mit Verarbeitung in Chuquicamata; Beitrag zum Exportwert derzeit 35 – 40%). Als Nebenprodukte fallen dabei Molybdan, Gold und Silber an. Grosse Bedeutung hat auch der Eisenerzbergbau (Provinz Coquimbo und Atacama). Die Salpetergewinnung in der Wüste Atacama war bis zur Herstellung künstlichen Stickstoffs (1913) wichtigstes Ausfuhrprodukt. Mit dem als Nebenprodukt anfallenden Jod kann Chile den Grossteil des Weltbedarfs decken. Es werden ausserdem Erdöl an der Magellanstrasse, Erdgas und Kohle gefördert. Die Erzeugung von elektrischer Energie erfolgt überwiegend in Wasserkraftwerken. In der verarbeitenden Industrie hat sich seit den 70er-Jahren ein Wandel von der binnenmarktorientierten Konsumgüterindustrie zugunsten von Branchen, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind, vollzogen (u. a. Weiterverarbeitung von Holz, Fisch, landwirtschaftlichen Produkten, Metallen). Gesamtwirtschaftlich gesehen ist die Landwirtschaft von relativ geringer Bedeutung. Infolge geographischer Gegebenheiten werden nur 24% der Gesamtfläche (6% als Ackerland) genutzt. Das Anbaugebiet beschränkt sich hauptsächlich auf das Grosse Längstal. Hauptanbauprodukte: Weizen, Mais, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Reis sowie in den letzten Jahren verstärkt für den Export Obst, u. a. Apfel, Weintrauben und Zitrusfrüchte, auch Gemüse und Wein. Die Viehwirtschaft (Rinder, Schweine) kann den Bedarf an Fleisch und Molkereiprodukten nicht decken. Rund 5 Mio. Schafe liefern jedoch hochwertige Wolle. Der Fischreichtum des Humboldtstroms und eine auf 200 Seemeilen ausgedehnte Fischereischutzzone begünstigen die Fischerei. Ausgeführt werden u. a. Kupfer, Agrarprodukte, Fischmehl, Papier und Zellstoff sowie verschiedene Industriewaren. Wichtigste Handelspartner sind die USA, Japan, Brasilien, Argentinien und Deutschland.

Verkehr: Das überwiegend staatliche Eisenbahnnetz (rund 8’200 km) hat eine 3’300 km lange Hauptlinie von Pisagua im Norden bis Puerto Montt im Süden (Querverbindungen nach Bolivien und Argentinien); Personenverkehr nur noch zwischen Santiago de Chile und Puerto Montt beziehungsweise Concepcion; transandiner Güterverkehr nur noch von Arica und Antofagasta nach Bolivien. Das Strassennetz (rund 79’000 km, davon 30% Teerstrassen) kann nicht überall ganzjährig benutzt werden. Hauptstrecke ist die asphaltierte Carretera Panamericana mit rund 3’400 km. Wegen der Nord-Süd-Ausdehnung ist die See- und Küstenschifffahrt von besonderer Bedeutung. Wichtigste Häfen sind Valparaiso, San Antonio, Talcahuano/San Vicente, Antofagasta und Iquique. Wichtigster internationaler Flughafen: Santiago de Chile. Nationale Fluggesellschaften: LATAM Chile (Linea Aerea Nacional de Chile) und LADECO (Linea Aerea del Cobre).

Geschichte  Kolonisierung bis Unabhängigkeit: Zur Zeit der spanischen Eroberung gehörte Nord- und Mittelchile zum Reich der Inka (seit 1480). Die Spanier drangen ab 1535 nach Chile vor; 1539 sandte Pizarro P. de Valdivia aus, der 1541 das heutige Santiago de Chile gründete. Die Araukaner südlich des Rio Bio-Bio behaupteten bis ins 19. Jahrhundert hinein eine gewisse Unabhängigkeit. 1778 wurde Chile ein selbstständiges Generalkapitanat. 1810 griffen die Ablösungsbestrebungen der übrigen hispanoamerikanischen Kolonien auch auf Chile uber. Zwar führte eine erste Erhebung gegen Spanien unter J. M. Carrera 1811 zur Unabhängigkeit, doch eroberten die Spanier ab 1813 Chile von Süden her zurück. 1817 überschritt eine argentinisch-chilenische Armee unter J. de San Martin und B. O’Higgins die Anden und schlug die spanische Armee bei Chacabuco entscheidend. Am 1. 1. 1818 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen.

19. Jahrhundert: Staatsoberhaupt wurde O’Higgins, der mit diktatorischen Vollmachten regierte, bis er 1823 gestürzt wurde. Den inneren Wirren setzte 1830 der Sieg der Konservativen ein Ende; Minister Diego Portales schuf die Verfassung von 1833; die straffe, von der Oberschicht der kreolischen Grundbesitzer getragene Herrschaft der Konservativen forderte die wirtschaftliche Entwicklung, die durch aktive Einwanderungspolitik (Gesetz von 1845; u. a. deutsche Einwanderer) begünstigt wurde. Die Araukaner wurden endgültig um 1880 unterworfen. 1879 kam es zum Salpeterkrieg gegen Bolivien und Peru. Die Chilenen eroberten 1881 die peruanische Hauptstadt Lima. Durch die Verträge von 1883/84 fielen das bolivianische Küstengebiet (Antofagasta) und die peruanische Provinz Tarapaca sowie Arica und Tacna (bis 1929) an Chile, das damit den Alleinbesitz der reichen Salpeterlager erlangte. Gleichzeitig gewann im Innern der Liberalismus die Oberhand.

Reformversuche im 20. Jahrhundert: Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Der wirtschaftlichen Hochkonjunktur dieser Zeit folgte ein Rückgang, besonders durch die schwindende internationale Nachfrage nach Chilesalpeter. Der liberale Prasident A. Alessandri y Palma (1920 – 24/25 und 1932 – 38) konnte in seiner 1. Amtsperiode ein Reformprogramm nur teilweise durchsetzen. Der wirtschaftliche Aufschwung während der Militardiktatur von C. Ibanez del Campo (1927?31) wurde durch die Weltwirtschaftskrise abgebrochen. In seiner 2. Präsidentschaft entwickelte Alessandri y Palma zunehmend diktatorische Zuge. Mit P. Aguirre Cerda (1938?41), J. A. Rios Morales (1942?46) und G. Gonzalez Videla (1946?52) übernahmen Kandidaten einer Volksfront das Prasidentenamt. 1947 wurde die KP aus der Regierungsverantwortung ausgeschlossen. Unter Präsident C. Ibanez del Campo (1952 – 58) führte die fortschreitende Inflation zu sozialen Spannungen. Gestützt auf Konservative und Liberale, versuchte der parteilose J. Alessandri Rodriguez, Prasident 1958 – 64, diese durch Reformen abzubauen, unter seinem Nachfolger E. Frei Montalva (1964?70; christlicher Demokrat) wurden sie radikaler weitergeführt. 1970 wurde S. Allende Gossens als Kandidat einer Volksfrontkoalition zum Präsidenten gewählt; er führte ein umfassendes Sozialisierungs- und Verstaatlichungsprogramm durch (u. a. entschädigungslose Enteignung des Kupfer- und Kohlenbergbaus sowie von Bodeneigentum; Kontrolle des Bankwesens), bekämpft von der Mehrheit des Kongresses. Die daraus erwachsene innenpolitische Krise verschärfte sich durch terroristische Aktionen rechts- und linksradikaler Gruppen.

Militärdiktatur unter Pinochet: Im September 1973 stürzte die Armee Allende in einem blutigen Putsch (er kam dabei ums Leben). Eine Militärjunta unter A. Pinochet Ugarte (seit 1974 Prasident) errichtete eine harte Militärdiktatur (u. a. Auflösung des Parlaments, Verbot politischer Aktivitäten, Verfolgung aller Anhänger der Linksparteien, deshalb viele Emigranten, u. a. in die Länder des Ostblocks) und suchte besonders mit monetaristischen Mitteln die wirtschaftlichen Probleme Chiles zu lösen. Auch die 1980 verabschiedete neue Verfassung untersagte die Tätigkeit von Parteien und schrieb Pinochets Präsidentschaft bis 1989 fest. Seit Mitte der 1980er-Jahre gelang es der Oppositionsbewegung eine wachsende Zahl von Menschen gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zu mobilisieren, sodass sich die Regierung zur Einleitung eines Reformprozesses gezwungen sah und 1987 die Bildung von Parteien legalisierte. In einem Plebiszit (1988) lehnte die Bevölkerung eine 2. Amtszeit Pinochets ab. In einem 2. Referendum (1989) billigte sie zahlreiche Verfassungsänderungen (u. a. Verkürzung der Amtszeit des Präidenten auf sechs Jahre und Verlust seines Rechts, die Abgeordnetenkammer aufzulösen; Erweiterung des Nationalen Sicherheitsrats um ein ziviles Mitglied).

Demokratisierungsprozess bis heute: Am 14. 12. 1989 wurde P. Aylwin Azocar als Kandidat eines 17 Parteien umfassenden Wahlbündnisses zum neuen Präsidenten gewählt. Mit seinem Amtsantritt (11. 3. 1990) endete die Militärdiktatur Pinochets, der jedoch als Oberbefehlshaber des Heeres (bis 1997) sowie als Mitglied des Senates und des Nationalen Sicherheitsrates noch grosse Macht behielt. 1993 begann allmählich die juristische Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur; doch zeigten die Auseinandersetzungen um die Verhaftung Pinochets in Grossbritannien (1998) die tiefen Widersprüche in der chilenischen Gesellschaft. Während der Präsidentschaft des konservativen E. Frei Ruiz-Tagle (PDC; 1994 -99) stabilisierte sich die Wirtschaft weiter (1996 Assoziierungsvertrag mit dem Mercosur). Pinochet trat 1998 als Heereschef ab, blieb aber Senator auf Lebenszeit und genoss daher Immunität. Im gleichen Jahr wurde er in Großbritannien aufgrund eines Haftbefehls des spanischen Richters Baltasar Garzón verhaftet, konnte aber 1999 aus gesundheitlichen Gründen nach Chile zurückkehren. 1998 wurde er von Gladys Marín vor dem chilenischen Richter Juan Guzmán Tapia angeklagt, 2002 jedoch wegen leichter Demenz als verhandlungsunfähig erklärt, worauf Pinochet auf sein Amt als Senator verzichtete. Weitere Versuche, ihn gerichtlich zu belangen, scheiterten. Er starb am 10. Dezember 2006, ohne je verurteilt worden zu sein. Im Jahr 2000 wurde der Sozialist Ricardo Lagos neuer chilenischer Präsident. Er bezwang in einer Stichwahl seinen konservativen Gegner Joaquín Lavín nur knapp. Mit Lagos zog nach Allende der zweite sozialistische Präsident in die Moneda ein. Lagos machte die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zum Ziel seiner Regierung. Sein Programm sah außerdem die Wiedereinführung der Tarifautonomie und die Einbindung des Armee-Budgets in den staatlichen Haushalt vor. Lagos verließ im Jahr 2006 das Amt mit einer rückwirkend wirtschaftlich und politisch positiven Bilanz. Als Nachfolgerin wurde die Sozialistin Michelle Bachelet zur ersten Präsidentin in der Geschichte des Landes gewählt. 2010 gewann Sebastián Piñera nach einer Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Frei die Präsidentschaftswahl. Am 11. März 2011 war sein Amtsantritt. Piñera war der erste rechtsgerichtete Präsident nach fast 20 Jahren. Am 15. Dezember 2013 wurde in einem zweiten Wahlgang wieder die Sozialistin Michelle Bachelet zur Präsidentin gewählt. Bachelet setzte sich mit rund 62,2 Prozent der Stimmen[75] gegen die konservative Herausforderin Evelyn Matthei durch.

Sicherheit: Chile ist grundsätzlich ein stabiles Land.Demonstrationen, Streiks und Strassenblockaden kommen jedoch vor und können örtliche Verkehrsbehinderungen und Verspätungen zur Folge haben. Die schweizerische Botschaft in Santiago hat bei Blockaden nur eng begrenzte – je nach Situation gar keine – Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen. In der Hauptstadt wurden in der Vergangenheit gelegentlich Anschlägedurch lokale gewalttätige Gruppierungen verübt. Sie richteten sich meistens gegen Banken, Verwaltungsgebäude und ausländische Firmensitze und verursachten Sachschäden. Vereinzelt wurden aber auch Personen verletzt.

Der chilenische Wein: Der Weinbau in Chile hat eine lange Tradition. Die einzigartigen klimatischen Bedingungen des Landes mit tagsüber warmen sowie sommernächtlichen Temperaturen von mitunter weniger als 10 Grad bieten ideale Anbaubedingungen für kraftvolle komplexe Weine. Bereits die spanischen Eroberer brachten den Weinbau nach Südamerika. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden in Chile die ersten Rebstöcke gepflanzt. Die ersten Rebsorten waren die aus Spanien stammenden Albilho, Moscatel, País (Negra Peruana) und Torontel. Laut einer Überlieferung soll der Freibeuter Sir Francis Drake im Jahre 1578 auf seiner Weltumsegelung ein Schiff gekapert haben, das 1770 Weinschläuche von Chile nach Peru bringen sollte – ein Hinweis, dass schon zu dieser Zeit Wein aus Chile exportiert wurde. Der moderne chilenische Weinbau nahm seinen Anfang, als Mitte des 19. Jahrhunderts französische Winzer einwanderten und ihre Sorten, wie z. B. den Cabernet Sauvignon, mitbrachten. Als typisch chilenisch gilt die alte Bordeaux- Rebsorte Carménère. In keiner Region der Erde wird diese Rebsorte professioneller und umfangreicher angebaut als in Chile. Mit den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot sowie anderen bekannten Rebsorten wie z. B. Pinot Noir, zählt Carménère zu den Pflanzen, die weltweit reimportiert werden: Chile wurde im 19. Jahrhundert von der grossen Reblausplage aufgrund der geographischen Abgeschiedenheit verschont, weshalb die Abkömmlinge, die aus alten unversehrten Bordeauxreben hervorgegangen sind, besonders begehrt sind. Selbst nach Frankreich wurden daher nach der Ausrottung der Reblaus aus Chile wurzelechte Rebsorten reimportiert. Chile ist weltweit das einzige Land, das bisher von der Reblaus verschont wurde. Auch der falsche Mehltau ist in Chile bislang nicht aufgetreten. Daher können weniger Chemikalien eingesetzt werden, und auf die Veredlung der Rebsetzlinge kann komplett verzichtet werden. Mitte der 80er Jahre war der Weinexport Chiles noch marginal. Obwohl im Land seit der Kolonialzeit Wein angebaut und gekeltert wird, war die Qualität nicht auf Weltmarktniveau. So exportierte Chile 1985 Wein für gerade mal 10 Mio. US-Dollar. 13 Jahre später waren es bereits 550 Mio. Auftakt des Booms war 1981, als die spanische Kellerei Miguel Torres im Zentraltal in der Nähe von Curicó ein riesiges Weingut aus dem Boden stampfte. Es folgten zahlreiche Auslandsinvestoren, darunter Château Lafite-Rothschild, Larose Trintaudon, Grand Marnier, Robert Mondavi und die Brüder Christian. Alles, was in Bordeaux einen Namen hat, versuchte sich in Chile einzukaufen und Terroir zu erschließen.

 

Die chilenische Küche: Die Exotik ist es nicht, die das chilenische Essen ausmacht, da in den Nachbarländern die Gastronomie keine großen Unterschiede aufweist. Es ist eher die Zubereitungsart und die Vielfalt der Produkte, die durch die verschiedenen klimatischen Bedingungen in Chile angebaut oder gewonnen werden können. Besonders scharf wie beispielsweise die mexikanische Küche ist die chilenische Küche nicht. Fast alle Gerichte werden mit Merkén (traditionelles Gewürz des grössten eingeborenen Stammes, der Mapuches) verfeinert. Die Empanada (gefüllte Teigtasche, im Bild) ist typisch für das gesamte Land. Nur die Füllung ist in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. Im Landesinneren, wo keine Fischerei möglich ist, wird generell mehr Fleisch gegessen. Meistens Rind (vacuno), Schwein (cerdo) und Lamm (cordero). Als Beilagen dienen sehr häufig verschieden zubereiteter Mais, Tomatensalat mit Zwiebeln, Bohnen (porotos) oder Kartoffeln. Pebre (kleingeschnittene Tomaten, Petersilie, Chili, Zwiebeln, Peperoni) wird als Dip zu praktisch jedem Gericht oder als Vorspeise mit Weissbrot gegessen.
Die seltenen Früchte Lucuma und Chirimoya werden oft als süsse Nachspeisen (Eis, Kuchen, Torten) zubereitet. Die palta (Avocado) findet man häufig in Salaten und Dips, ausserdem  gehört sie zu den Hauptexportprodukten Chiles.

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