Preisliste Equador

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Länder-Informationen zu Equador

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Kurzinformation:

Flache: 272 045 km2 (nach anderen Angaben: 283 561 km2)
Einwohner: (2000) 12,646 Mio.
Hauptstadt: Quito
Verwaltungsgliederung: 21 Provinzen und so genannte Zonas no delimitadas
Amtssprache: Spanisch
Nationalfeiertag: 10. 8.
Wahrung: ab 2000 offiziell 1 US?Dollar (US$) = 100 Cents (c, ?)
Zeitzone: MEZ 6 Stunden

(Ekuador, amtlich spanisch Republica del Ecuador), Staat im Nordwesten Sudamerikas, beiderseits des Aquators; grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Kolumbien, im Osten und Suden an Peru; zu Ecuador gehoren die Galapagosinseln; ein Gebiet von weiteren 174 565 km2 im Suden der Region Oriente ist zwischen Ecuador und Peru umstritten.

Staat und Recht:

Nach der Verfassung vom 10. 8. 1998 ist Ecuador eine prasidiale Republik. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) ist der fur 4 Jahre direkt gewahlte Prasident (einmalige Amtsperiode); er ist Oberbefehlshaber der Streitkrafte und ernennt die Mitglieder des Kabinetts. Die Legislative liegt beim Nationalkongress (121 Abgeordnete, fur 4 Jahre gewahlt). Einflussreichste Parteien: Volksdemokratie (DP), Sozial-Christliche Partei (PSC), Roldosistische Partei Ecuadors (PRE), Demokratische Linke (ID).

Landesnatur:

Ecuador gliedert sich in drei Landschaftszonen. Im Westen entlang der Kuste des Pazifiks mit dem Golf von Guayaquil erstreckt sich ein 50?160 km breites Tiefland (Costa), das von einem Kustengebirge (bis 700 m uber dem Meeresspiegel) durchzogen wird, mit im Norden feuchthei?em, im Suden trockenem Klima. Das Zentrum des Landes bildet die Andenregion (Sierra), zwei Parallelketten von 3 000 bis 6 000 m Hohe mit zum Teil tatigen Vulkanen (Chimborazo 6 267 m uber dem Meeresspiegel, Cotopaxi 5 897 m uber dem Meeresspiegel). Zwischen den beiden Kordilleren ist das Hochland durch quer verlaufende Bergzuge in einzelne, etwa 2 600 m hoch gelegene Becken, die Hauptsiedlungsraume des Landes, geteilt. Bei kuhlgema?igtem Klima gibt es eine bis zu neun Monaten dauernde Trockenzeit. Die Hange der Ostkordillere fallen nach Osten steil zum ostlichen Tiefland (Oriente) im Stromgebiet des Amazonas ab, das mit tropischem Regenwald bedeckt und noch kaum erschlossen ist.

Bevolkerung:

Die gro?ten Bevolkerungsgruppen (je rund 40 %) sind die Mestizen und die Indianer. Die Indianer der Sierra sprechen meist Ketschua oder Chibcha. Schwarze und Mulatten (je rund 5 %) leben zum gro?ten Teil im Kustentiefland. Die Wei?en (10 %), uberwiegend in den Stadten, bilden die Oberschicht. Die durchschnittliche Bevolkerungswachstumsrate von 2,2 % ist eine der hochsten Lateinamerikas, die Bevolkerungsdichte die hochste Sudamerikas. In Stadten (gro?te Stadte sind Guayaquil, Quito und Cuenca) leben fast zwei Drittel der Einwohner. ? Rund 93 % der Bevolkerung gehoren der katholischen Kirche an, uber 3 % protestantischen Kirchen. ? Allgemeine Schulpflicht besteht vom 6. bis 14. Lebensjahr. Die Analphabetenquote betragt 11,4 %. Es gibt 34 Hochschulen, darunter elf Universitaten.

Wirtschaft und Verkehr:

Die traditionell agrarisch gepragte Wirtschaftsstruktur anderte sich grundlegend durch den starken Ausbau der Erdolproduktion und des -exports in den 70er- und 80er-Jahren. Ein Anfang der 90er-Jahre eingeleitetes marktwirtschaftlich orientiertes Reform- und Sparprogramm fuhrte nicht zu einer Konsolidierung der Volkswirtschaft. Infolge versaumter Strukturreformen, der Abhangigkeit von einigen wenigen Exportgutern (Erdol, Bananen), den negativen Auswirkungen von El Nino1997/98 auf die Landwirtschaft und Infrastruktur des Landes u. a. kam es Ende der 90er-Jahre zu einer der schwersten Wirtschaftskrisen des Landes. ? Erdol wird seit 1917 auf der Halbinsel Santa Elena, seit 1972 im Norden des Oriente gefordert; der Transport erfolgt durch eine transandine Pipeline (504 km lang, 1987 durch Erdbeben stark zerstort) zur Kuste bei Esmeraldas (Erdolraffinerie). Die Vorkommen an Gold sowie an Eisen- und Kupfererz sollen verstarkt abgebaut werden. Ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die rund 25 % der Staatsflache nutzt. Auf Plantagen im Kustenland (Costa) werden Bananen, Kaffee, Kakao und Zuckerrohr fur den Export angebaut, im Hochland fur den Eigenbedarf Getreide, Kartoffeln, Gemuse; ferner Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. Die Regenwalder im ostlichen Tiefland (Oriente) werden noch wenig genutzt. Reiche Fischgrunde (zum Teil Beeintrachtigung durch El Nino) liegen im Bereich des Humboldtstroms und um die Galapagosinseln (200-Seemeilen-Grenze); wichtig fur den Export ist die Krabbenzucht. Die Industrialisierung, bisher v. a. durch Kapital- und Rohstoffmangel, unzureichende Infrastruktur und ungenugende Kaufkraft erschwert, wird stark gefordert, v. a. der Ausbau der chemischen Industrie und der Metallproduktion. Die Erdolexporte fuhrten in den letzten Jahren zu einer aktiven Handelsbilanz, die erstmals 1998 passiv ausfiel. Ausfuhr: Bananen, Erdol, Garnelen; Einfuhr: besonders Rohstoffe, Maschinen und Fahrzeuge. Haupthandelspartner sind die USA.

Wichtigster Verkehrstrager ist das gut ausgebaute Stra?ennetz mit einer Gesamtlange von 43 700 km, davon entfallen 1 392 km auf die von Norden nach Suden durch die Sierra verlaufende Carretera Panamericana. Bis 1995 waren noch 956 km Eisenbahnstrecken in Betrieb, wegen Unrentabilitat wurde der Schienenverkehr eingestellt. Gro?ter Seehafen ist Guayaquil, Bananenexporthafen Puerto Bolivar, Erdolexporthafen El Balao bei Esmeraldas. Internationale Flughafen gibt es in Guayaquil und Quito.

Geschichte
Vom Inkareich bis zur Selbststandigkeit:

Vor der spanischen Eroberung (1533/34) war Ecuador, in der Kustenebene besiedelt seit etwa 3000 v. Chr., Teil des Reiches der Inka; seit 1563 gehorte es zum Vizekonigreich Peru, seit 1739 zu Neugranada. Der Kampf um die Unabhangigkeit von Spanien begann 1809; mit dem Sieg General A. J. de Sucres 1822 am Vulkan Pichincha wurde Ecuador Teil Gro?-Kolumbiens, von dem es sich 1830 trennte.

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Weltwirtschaftskrise:

Die ersten Jahrzehnte der Unabhangigkeit waren von politischer Instabilitat gekennzeichnet; Machtkampfe zwischen Liberalen und Konservativen endeten mit der Diktatur G. Garcia Morenos (1861?75), der ein modernes Staatswesen schuf. Die Unruhen flammten jedoch nach seiner Ermordung 1875 wieder auf, bis sich 1895 die Liberalen durchsetzten. E. Alfaro (Prasident 1895?1901, 1906?11, ermordet 1912) modernisierte den Staat v. a. durch Zuruckdrangen der katholischen Kirche, die Wirtschaft wurde durch den Kakaoanbau und -export bestimmt. Unter Prasident I. Ayoro (1925?31) wurde 1931 der langjahrige Grenzstreit mit Kolumbien beigelegt. Mit der Weltwirtschaftskrise und dem Ruckgang des Kakaoexports setzten die politischen Unruhen wieder ein. Nach einem Grenzkrieg mit Peru verlor Ecuador 1942 im »Protokoll von Rio de Janeiro« (das 1960 von Ecuador einseitig fur nichtig erklart wurde) bedeutende Gebiete im Amazonastiefland.

Ecuador unter Velasco Ibarra:

Beherrschender Politiker der folgenden Jahrzehnte war J. M. Velasco Ibarra (Prasident 1934?35, 1944?47, 1952?56, 1960?61, 1968?72, funfmal durch Putsch gesturzt). Er erweiterte die wirtschaftlichen Moglichkeiten seines Landes durch die Ausweitung des Au?enhandels (u. a. verstarkter Erdolexport). Es gelang ihm jedoch auf Dauer nicht, die Lebensbedingungen v. a. der Landbevolkerung grundlegend zu verbessern. 1972 ubernahm eine reformorientierte Offiziersgruppe die Macht. Das starke Bevolkerungswachstum und die Strukturprobleme auf dem Agrarsektor verhinderten auch weiterhin einen dauerhaften sozialen Ausgleich.

1978 bis heute:

Nachdem 1978 durch ein Referendum eine neue Verfassung angenommen worden war, ging die Macht 1979 wieder an eine gewahlte Regierung uber. Mit unterschiedlichen politischen Akzenten versuchten die Regierungen, u. a. unter den Prasidenten J. Roldos Aguilera (1979?81, nationalistisch-populistisch), L. Febres Cordero (1984?88, christlich-sozial), R. Borja Cevallos (1988-92, sozialdemokratisch) und S. Duran Ballen (1992?96, neoliberal) gesellschaftspolitische Reformen durchzufuhren, ohne die Strukturprobleme losen zu konnen. Der bei den Prasidentenwahlen von 1996 mit einem nationalistisch-populistischen Programm erfolgreiche A. J. Bucaram Ortiz wurde Anfang Februar 1997 vom Parlament wegen »Unfahigkeit« abgesetzt, das Amt wurde vom bisherigen Parlamentsprasidenten F. Alarcon ubernommen. Auch unter seinem Nachfolger, dem 1998 gewahlten Christdemokraten J. Mahuad, kam das Land nicht zur Ruhe. Die schwere Wirtschaftskrise und der harte Sparkurs fuhrten zu Streiks, sozialen Unruhen (v. a. bei den Indianern) und schlie?lich im Januar 2000 zur Absetzung des Prasidenten durch das Militar. Kurz darauf wahlte das Parlament den bisherigen Vizeprasidenten G. Noboa (parteilos) zum Prasidenten. Der Beschluss des Parlaments vom 1. 3. 2000, zur Behebung der Wirtschaftskrise den Dollar als Leitwahrung einzufuhren, wurde im September 2000 umgesetzt. Die damit verbundene Verscharfung des neoliberalen Kurses (v. a. drastische Erhohung der Treibstoffpreise) lie? die sozialen Unruhen Anfang 2001 erneut aufbrechen.

Seitdem in dem umstrittenen Grenzgebiet zwischen Ecuador und Peru Erdolvorkommen vermutet wurden, kam es zwischen beiden Staaten (1995) zu einem bewaffneten Konflikt, nach internationaler Vermittlung zur Einrichtung einer entmilitarisierten Zone, schlie?lich im Oktober 1998 zu einem Friedensvertrag.

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