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Länder-Informationen zu Chile

Kurzinformation:

Flache: 756 626 km2
Einwohner: (2000) 15,211 Mio.
Hauptstadt: Santiago
Verwaltungsgliederung: 13 Regionen
Amtssprache: Spanisch
Nationalfeiertag: 18. 9.
Wahrung: 1 Chilenischer Peso (chil$) = 100 Centavos
Zeitzone: MEZ 5 Stunden

(amtlich spanisch Republica de Chile), Staat im Sudwesten Sudamerikas, grenzt im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien und im Osten an Argentinien. Zum chilenischen Hoheitsgebiet gehoren au?erdem die Inseln Juan Fernandez, San Felix, San Ambrosio, Gonzales, Sala y Gomez und die Osterinsel. Der von Chile beanspruchte Teil der Antarktis (53??90? westlicher Lange) umfasst 1,25 Mio. km2.

Staat und Recht:

Nach der Verfassung von 1981 (mehrfach revidiert) ist Chile eine prasidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) ist der fur sechs Jahre direkt gewahlte Prasident. Die Legislative liegt beim Kongress, bestehend aus Abgeordnetenkammer (120 Abgeordnete, fur vier Jahre gewahlt) und Senat (49 Mitglieder, davon 38 fur acht Jahre gewahlt). Wichtigste Parteien: Christlich-Demokratische Partei (PDC), Partei fur die Demokratie (PPD), Sozialistische Partei (PS), Unabhangige Demokratische Union (UDI) und Nationale Erneuerung (RN).

Landesnatur:

Chile erstreckt sich entlang der Westkuste Sudamerikas von der peruanischen Grenze im Norden bis Feuerland im Suden als ein 4 300 km langer, 90?445 km breiter Streifen. Parallel zur Kuste verlaufen im Westen die Kustenkordillere, im Osten die Hochkordillere, dazwischen im Norden wustenhaftes Hochland, in Mittelchile das als tektonische Senke entstandene Gro?e Langstal (Hauptwirtschafts- und Siedlungsgebiet). Die Hochkordillere mit zahlreichen Vulkanen und Hohen um 6 000 m (Llullaillaco 6 723 m uber dem Meeresspiegel) nimmt nach Suden an Hohe ab; sie ist in Westpatagonien durch Fjorde zerschnitten und tragt hier im Innern gro?e Firn- und Eisfelder. Die Kustenkordillere (bis 2 000 m uber dem Meeresspiegel) ist im Suden in gebirgige Inselgruppen aufgelost. ? Man unterscheidet von Norden nach Suden folgende Landschaftsraume: 1. den Gro?en Norden (bis zum Rio Huasco), im Wesentlichen die Atacama; 2. den Kleinen Norden (bis zum Rio Aconcagua), wo Hochkordillere und Kustengebirge unmittelbar aneinander grenzen; 3. Zentralchile oder Mittelchile (bis zur Wasserscheide zwischen Rio Bio-Bio und Rio Imperial) mit dem von Hochkordillere und Kustengebirge eingefassten Chilenischen Langstal; 4. den Kleinen Suden (bis zum Golf von Ancud und der Insel Chiloe) mit der noch heute von Araukanern bewohnten Frontera im Norden und der Chilenischen Schweiz (Chilenisches Seengebiet) im Suden; 5. den Gro?en Suden, der die Patagonische Kordillere mitsamt vorgelagerten Halbinseln und Inseln (das hei?t Westpatagonien) sowie Teile Ostpatagoniens und des Feuerlandarchipels umfasst. ? Eine Folge der noch andauernden tektonischen Tatigkeit sind Erdbeben, die das ganze Land, besonders Mittelchile, haufig heimsuchen. Die meist kurzen, in Ost-West-Richtung verlaufenden Flusse werden vielfach zur Bewasserung genutzt; die eiszeitliche Vergletscherung hat am Westfu? der Hochkordillere eine Reihe gro?erer Seen (Villarrica, Ranco, Puyehue, Llanquihue) geschaffen.

Durch seine Erstreckung uber 39 Breitengrade gliedert sich Chile klimatisch in die extrem trockene Wustenzone Nordchile mit regenarmer, aber nebelreicher Kustenzone (Humboldtstrom), das nordliche Mittelchile mit subtropischem Klima (Winterregen) sowie das sudliche Mittelchile mit Regen, vorherrschend im Winter, und Sudchile mit reichen Niederschlagen zu allen Jahreszeiten und niedrigen Sommertemperaturen.

Bevolkerung:

Sie besteht uberwiegend aus Mestizen, daneben Indianern (10 %, besonders Araukaner beziehungsweise Mapuche) und rund 25 % Wei?en (unter den europaischen Einwanderern im Kleinen Suden auch Deutschstammige). Drei Viertel der Einwohner leben in Mittelchile, der Norden und Suden sind nur dunn besiedelt. Die gro?ten Ballungsraume bilden die Stadtregionen Gro?-Santiago de Chile, Vina del Mar, Concepcion und Valparaiso. Stadtbevolkerung: 84 %, Bevolkerungswachstum: 1,4 %. Chile hat uber 200 Hochschulen, die bedeutenden Universitaten sind in Santiago de Chile, Valparaiso, Concepcion und Valdivia. ? Rund 75 % der Bevolkerung gehoren der katholischen Kirche an, uber 15 % protestantischen Kirchen, v. a. den stark im Wachstum begriffenen Pfingstkirchen. Die judische Gemeinschaft zahlt rund 25 000 Mitglieder. ? Es besteht allgemeine Schulpflicht vom 7. bis 15. Lebensjahr. Die Analphabetenquote betragt 5 %.

Chile zahlt zu den starker industrialisierten Landern Sudamerikas. Seit Anfang der 80er-Jahre und verstarkt in den 90-er Jahren betrug das Wirtschaftswachstum mehr als 5 %/Jahr. Seit 2000 ist das Land Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur, 2002 wurde ein ein Assozierungsabkommen mit der EU abgeschlossen.

Wirtschaft:

Der Bergbau ist seit dem 19. Jahrhundert die Hauptstutze der Wirtschaft. Chile ist einer der gro?ten Kupferproduzenten der Erde und verfugt uber betrachtliche Reserven (rund 24 % der bekannten Weltvorkommen; gro?te Gewinnungsanlage mit Verarbeitung in Chuquicamata; Beitrag zum Exportwert derzeit 35?40 %). Als Nebenprodukte fallen dabei Molybdan, Gold und Silber an. Gro?e Bedeutung hat auch der Eisenerzbergbau (Provinz Coquimbo und Atacama). Die Salpetergewinnung in der Wuste Atacama war bis zur Herstellung kunstlichen Stickstoffs (1913) wichtigstes Ausfuhrprodukt. Mit dem als Nebenprodukt anfallenden Jod kann Chile den Gro?teil des Weltbedarfs decken. Es werden au?erdem Erdol an der Magellanstra?e, Erdgas und Kohle gefordert. Die Erzeugung von elektrischer Energie erfolgt uberwiegend in Wasserkraftwerken. In der verarbeitenden Industrie hat sich seit den 70er-Jahren ein Wandel von der binnenmarktorientierten Konsumguterindustrie zugunsten von Branchen, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfahig sind, vollzogen (v. a. Weiterverarbeitung von Holz, Fisch, landwirtschaftlichen Produkten, Metallen). Gesamtwirtschaftlich gesehen ist die Landwirtschaft von relativ geringer Bedeutung. Infolge geographischer Gegebenheiten werden nur 24 % der Gesamtflache (6 % als Ackerland) genutzt. Das Anbaugebiet beschrankt sich hauptsachlich auf das Gro?e Langstal. Hauptanbauprodukte: Weizen, Mais, Kartoffeln, Hulsenfruchte, Reis sowie in den letzten Jahren verstarkt fur den Export Obst, v. a. Apfel, Weintrauben und Zitrusfruchte, auch Gemuse und Wein. Die Viehwirtschaft (Rinder, Schweine) kann den Bedarf an Fleisch und Molkereiprodukten nicht decken. Rund 5 Mio. Schafe liefern jedoch hochwertige Wolle. Der Fischreichtum des Humboldtstroms und eine auf 200 Seemeilen ausgedehnte Fischereischutzzone begunstigen die Fischerei. ? Ausgefuhrt werden v. a. Kupfer, Agrarprodukte, Fischmehl, Papier und Zellstoff sowie verschiedene Industriewaren. Wichtigste Handelspartner sind die USA, Japan, Brasilien, Argentinien und Deutschland.

Verkehr: 

Das uberwiegend staatliche Eisenbahnnetz (rund 8 200 km) hat eine 3 300 km lange Hauptlinie von Pisagua im Norden bis Puerto Montt im Suden (Querverbindungen nach Bolivien und Argentinien); Personenverkehr nur noch zwischen Santiago de Chile und Puerto Montt beziehungsweise Concepcion; transandiner Guterverkehr nur noch von Arica und Antofagasta nach Bolivien. Das Stra?ennetz (rund 79 000 km, davon 15 % Teerstra?en) kann nicht uberall ganzjahrig benutzt werden. Hauptstrecke ist die asphaltierte Carretera Panamericana mit rund 3 400 km. Wegen der Nord-Sud-Ausdehnung ist die See- und Kustenschifffahrt von besonderer Bedeutung. Wichtigste Hafen sind Valparaiso, San Antonio, Talcahuano/San Vicente, Antofagasta und Iquique. Wichtigster internationaler Flughafen: Santiago de Chile. Nationale Fluggesellschaften: LAN (Linea Aerea Nacional de Chile) und LADECO (Linea Aerea del Cobre).

Geschichte
Kolonisierung bis Unabhangigkeit: 

Zur Zeit der spanischen Eroberung gehorte Nord- und Mittelchile zum Reich der Inka (seit 1480). Die Spanier drangen ab 1535 nach Chile vor; 1539 sandte Pizarro P. de Valdivia aus, der 1541 das heutige Santiago de Chile grundete. Die Araukaner sudlich des Rio Bio-Bio behaupteten bis ins 19. Jahrhundert hinein eine gewisse Unabhangigkeit. 1778 wurde Chile ein selbststandiges Generalkapitanat. 1810 griffen die Ablosungsbestrebungen der ubrigen hispanoamerikanischen Kolonien auch auf Chile uber. Zwar fuhrte eine erste Erhebung gegen Spanien unter J. M. Carrera 1811 zur Unabhangigkeit, doch eroberten die Spanier ab 1813 Chile von Suden her zuruck. 1817 uberschritt eine argentinisch-chilenische Armee unter J. de San Martin und B. O’Higgins die Anden und schlug die spanische Armee bei Chacabuco entscheidend. Am 1. 1. 1818 wurde die Unabhangigkeit ausgerufen.

19. Jahrhundert: 

Staatsoberhaupt wurde O’Higgins, der mit diktatorischen Vollmachten regierte, bis er 1823 gesturzt wurde. Den inneren Wirren setzte 1830 der Sieg der Konservativen ein Ende; Minister Diego Portales schuf die Verfassung von 1833; die straffe, von der Oberschicht der kreolischen Grundbesitzer getragene Herrschaft der Konservativen forderte die wirtschaftliche Entwicklung, die durch aktive Einwanderungspolitik (Gesetz von 1845; u. a. deutsche Einwanderer) begunstigt wurde. Die Araukaner wurden endgultig um 1880 unterworfen. 1879 kam es zum Salpeterkrieg gegen Bolivien und Peru. Die Chilenen eroberten 1881 die peruanische Hauptstadt Lima. Durch die Vertrage von 1883/84 fielen das bolivianische Kustengebiet (Antofagasta) und die peruanische Provinz Tarapaca sowie Arica und Tacna (bis 1929) an Chile, das damit den Alleinbesitz der reichen Salpeterlager erlangte. Gleichzeitig gewann im Innern der Liberalismus die Oberhand.

Reformversuche im 20. Jahrhundert: 

Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Der wirtschaftlichen Hochkonjunktur dieser Zeit folgte ein Ruckgang, besonders durch die schwindende internationale Nachfrage nach Chilesalpeter. Der liberale Prasident A. Alessandri y Palma (1920?24/25 und 1932?38) konnte in seiner 1. Amtsperiode ein Reformprogramm nur teilweise durchsetzen. Der wirtschaftliche Aufschwung wahrend der Militardiktatur von C. Ibanez del Campo (1927?31) wurde durch die Weltwirtschaftskrise abgebrochen. In seiner 2. Prasidentschaft entwickelte Alessandri y Palma zunehmend diktatorische Zuge. Mit P. Aguirre Cerda (1938?41), J. A. Rios Morales (1942?46) und G. Gonzalez Videla (1946?52) ubernahmen Kandidaten einer Volksfront das Prasidentenamt. 1947 wurde die KP aus der Regierungsverantwortung ausgeschlossen. Unter Prasident C. Ibanez del Campo (1952?58) fuhrte die fortschreitende Inflation zu sozialen Spannungen. Gestutzt auf Konservative und Liberale, versuchte der parteilose J. Alessandri Rodriguez, Prasident 1958?64, diese durch Reformen abzubauen, unter seinem Nachfolger E. Frei Montalva (1964?70; christlicher Demokrat) wurden sie radikaler weitergefuhrt. 1970 wurde S. Allende Gossens als Kandidat einer Volksfrontkoalition zum Prasidenten gewahlt; er fuhrte ein umfassendes Sozialisierungs- und Verstaatlichungsprogramm durch (u. a. entschadigungslose Enteignung des Kupfer- und Kohlenbergbaus sowie von Bodeneigentum; Kontrolle des Bankwesens), bekampft von der Mehrheit des Kongresses. Die daraus erwachsene innenpolitische Krise verscharfte sich durch terroristische Aktionen rechts- und linksradikaler Gruppen.

Militardiktatur unter Pinochet: 

Im September 1973 sturzte die Armee Allende in einem blutigen Putsch (er kam dabei ums Leben). Eine Militarjunta unter A. Pinochet Ugarte (seit 1974 Prasident) errichtete eine harte Militardiktatur (u. a. Auflosung des Parlaments, Verbot politischer Aktivitaten, Verfolgung aller Anhanger der Linksparteien, deshalb viele Emigranten, v. a. in die Lander des Ostblocks) und suchte besonders mit monetaristischen Mitteln die wirtschaftlichen Probleme Chiles zu losen. Auch die 1980 verabschiedete neue Verfassung untersagte die Tatigkeit von Parteien und schrieb Pinochets Prasidentschaft bis 1989 fest. Seit Mitte der 1980er-Jahre gelang es der Oppositionsbewegung eine wachsende Zahl von Menschen gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zu mobilisieren, sodass sich die Regierung zur Einleitung eines Reformprozesses gezwungen sah und 1987 die Bildung von Parteien legalisierte. In einem Plebiszit (1988) lehnte die Bevolkerung eine 2. Amtszeit Pinochets ab. In einem 2. Referendum (1989) billigte sie zahlreiche Verfassungsanderungen (u. a. Verkurzung der Amtszeit des Prasidenten auf sechs Jahre und Verlust seines Rechts, die Abgeordnetenkammer aufzulosen; Erweiterung des Nationalen Sicherheitsrats um ein ziviles Mitglied).

Demokratisierungsprozess bis heute:

Am 14. 12. 1989 wurde P. Aylwin Azocar als Kandidat eines 17 Parteien umfassenden Wahlbundnisses zum neuen Prasidenten gewahlt. Mit seinem Amtsantritt (11. 3. 1990) endete die Militardiktatur Pinochets, der jedoch als Oberbefehlshaber des Heeres (bis 1997) sowie als Mitglied des Senates und des Nationalen Sicherheitsrates noch gro?e Macht behielt. 1993 begann allmahlich die juristische Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen unter der Militardiktatur; doch zeigten die Auseinandersetzungen um die Verhaftung Pinochets in Gro?britannien (1998) die tiefen Widerspruche in der chilenischen Gesellschaft. Wahrend der Prasidentschaft des konservativen E. Frei Ruiz-Tagle (PDC; 1994?99) stabilisierte sich die Wirtschaft weiter (1996 Assoziierungsvertrag mit dem Mercosur). Mit R. Lagos Escobar (PS) gewann ? erstmals seit Allende Gossens ? wieder ein sozialistisch orientierter Politiker die Prasidentschaftswahlen 2000. Pinochet durfte zwar im Marz 2000 nach Chile zuruckkehren, doch wurde ihm die Immunitat des Senators entzogen, so dass juristische Schritte wegen der von ihm zu verantwortenden Menschenrechtsverletzungen moglich sind

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