Allgemeine Infos zu Argentinien

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Länder-Informationen zu Argentinien

Kurzinformation:

Flache: 2 780 400 km2
Einwohner: (2000) 37 032 Mio.
Hauptstadt: Buenos Aires
Verwaltungsgliederung: 22 Provinzen, 1 Bundesdistrikt, 1 Nationalterritorium
Amtssprache: Spanisch
Nationalfeiertage: 25. 5.,10. 6. und 9. 7.
Wahrung: 1 Argentinischer Peso (arg $) = 100 Centavos (c)
Zeitzone: MEZ 4 Stunden

(amtliche spanisch Republica Argentina), zweitgrösster Staat Südamerikas, grenzt im Norden an Bolivien und Paraguay, im Osten an Brasilien und Uruguay, südlich des Rio de la Plata an den Atlant. Ozean sowie im Westen an Chile. Argentinien erhebt Anspruch auf einen Sektor der Antarktis, die Falklandinseln sowie andere südatlantische Inseln (Südgeorgien, Süd-Shetland-, Süd-Sandwich- und Süd-Orkney-Inseln).

Staat und Recht:

Nach der Verfassung von 1994 ist Argentinien eine foderalistische, republikanische Prasidialdemokratie. Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkrafte ist der auf vier Jahre direkt gewahlte Prasident (einmalige unmittelbare Wiederwahl moglich). Die Legislative liegt beim Kongress, bestehend aus Senat (72 Mitglieder, Amtszeit 6 Jahre) und Deputiertenkammer (257 Abgeordnete, Legislaturperiode 4 Jahre). Einflussreichste Parteien: Partido Justicialista (PJ; Peronisten), Union Civica Radical (UCR), Frente del Pais Solidario (Frepaso) und Alternativa para una Republica de Iguales (ARI). ? Argentinien ist verwaltungsma?ig in 24 Provinzen, einschlie?lich des Bundesdistrikts von Buenos Aires und des Nationalterritoriums Feuerland, gegliedert.

Landesnatur:

Argentinien erstreckt sich von 22 ? sudlicher Breite nach Suden uber rund 3 700 km bis 55 ? sudlicher Breite im Suden von Feuerland und vom Kamm der Anden nach Osten bis zur Kuste des Atlantiks (gro?te Breite 1 577 km). Historisches und wirtschaftliches Kerngebiet ist das fruchtbare Tiefland der Pampa am unteren Parana und am Rio de la Plata, eine weit gespannte, geologisch junge Aufschuttungsebene mit weiten Grasfluren, die nach Norden allmahlich in die subtropischen Trockenwald- und Buschsavannen des Gran Chaco ubergehen. In das Tiefland zwischen den sumpfigen Stromauen von Parana und Uruguay (»Zwischenstromland«) reichen im Nordosten bewaldete Auslaufer des Brasilianischen Berglands. Sudlich des Colorado schlie?t sich an die Pampa das bis auf 1 500 m ansteigende, von karger Steppe bedeckte Tafel- und Schichtstufenland Patagoniens an, das mit buchtenreicher, felsiger Steilkuste zum Meer abfallt. Im Westen reicht Argentinien bis auf die Hohe der Anden (Aconcagua 6 959 m uber dem Meeresspiegel) mit vielen aufgesetzten Vulkanen. Ihnen vorgelagert sind als einzelne isolierte Bergzuge die Pampinen Sierren. Zwischen den Ketten der Anden erstrecken sich im Norden wustenhafte Hochgebirgsbecken (Puna). Wichtigstes Flusssystem ist das des Parana. ? Das Klima ist im gro?ten Teil des Landes gema?igt, im Norden tropisch. Trockengebiete im Regenschatten der Anden nehmen etwa zwei Drittel des Staatsgebietes ein, der Osten ist niederschlagsreicher.

Bevolkerung:

Sie ist aufgrund der starken Einwanderung seit etwa 1850 (bis 1970 etwa 8 Mio.) uberwiegend europaischer Abstammung (besonders Spanier, Italiener, rund 500 000 Deutschstammige); kleine Restgruppen von Indianern (rund 35 000) leben im Chaco und in Patagonien. In der Agglomeration Buenos Aires leben rund 35 % der Gesamtbevolkerung. Der jahrliche Bevolkerungszuwachs betragt durchschnittlich 1,2 %. ? Allgemeine Schulpflicht besteht vom 6. bis 14. Lebensjahr. Argentinien hat eine der niedrigsten Analphabetenraten (4,7 %) Lateinamerikas bei erheblichen Unterschieden zwischen Stadt und Land. Es bestehen 24 staatliche und 17 private Universitaten. Die alteste Universitat wurde 1613 in Cordoba gegrundet. Rund 90 % der Bevolkerung gehoren der katholischen Kirche an, uber 2 % protestantischen Kirchen. Die rund 250 000 argentinischen Juden bilden die gro?te judische Gemeinschaft in Lateinamerika.

Wirtschaft und Verkehr – Schwellenland:

Nach dem Bruttosozialprodukt je Kopf der Bevolkerung zahlt Argentinien zu den Entwicklungslandern mit mittleren Einkommen, zum Teil wird Argentinien auch zu den Schwellenlandern gerechnet. Im Ganzen marktwirtschaftlich orientiert, nahm der Staat wichtige Zweige (Kohle, Stahl, Erdol, Transportwesen) unter Kontrolle. Seit Beginn der 1990er-Jahre erfolgte eine grundlegende wirtschaftliche Umorientierung, u. a. Liberalisierung der Wirtschaft und Privatisierung von Staatsbetrieben. Infolge anhaltender politischer und wirtschaftlicher Instabilitat, verstarkt seit Mitte der 1990er-Jahre (schwere Wirtschafts-und Finanzkrise, seit 1999 anhaltende Rezessionsphase) stagniert das Wirtschaftswachstum und erhohten sich die Auslandsschulden erheblich (drohende Zahlungsunfahigkeit des Landes).

Wirtschaft:

Die stark mechanisierte Landwirtschaft, die rund 65 % der Gesamtflache nutzt, erbringt zwar nur rund 6 % des Bruttoinlandsprodukts, ist jedoch Hauptdevisenbringer. Der gro?te Teil der landwirtschaftlichen Betriebsflachen ist Eigentum nur weniger Familien. Kerngebiet ist die Pampa. Haupterzeugnisse sind Weizen, Mais, Sorghum, ferner Leinsamen, Soja, Sonnenblumenkerne, Erdnusse, Baumwolle, Zuckerrohr, Gemuse, Obst, Wein, Tabak, Matetee. Argentinien ist trotz abnehmender Tendenz einer der gro?ten Fleischproduzenten (Rinder, Schafe) der Welt (Dauerwiesen und -weiden nehmen 51 % der Gesamtflache Argentiniens ein). Die Schafzucht konzentriert sich v. a. auf Ostpatagonien. Die Forstwirtschaft (Wald nimmt 21 % der Landesflache ein, meist Busch- und Trockenwald) ist uberwiegend Ausbeutungswirtschaft. Aus dem Quebrachobaum wird der Gerbstoff Tannin gewonnen. Der Fischfang (Kusten- und Hochseefischerei) zeigt aufsteigende Tendenzen. ? Der Bergbau fordert Erdol (nahezu Selbstversorgung), Erdgas, Steinkohle, ferner Eisenerz, Kupfer. ? Die Industrie, die sich besonders um Buenos Aires sowie in Rosario und Cordoba konzentriert, erbringt rund 31 % des Bruttoinlandsprodukts; ihr Schwerpunkt liegt in der Verarbeitung von Agrarprodukten (Gefrierfleisch-, Zuckerfabriken, Getreide-, Olmuhlen, Textilindustrie). Die Stahlerzeugung stieg betrachtlich. Die relativ junge chemische Industrie und die Kraftfahrzeugindustrie gewinnen an Bedeutung. Die Elektroenergieproduktion erfolgt zu 41 % durch Wasserkraftwerke und zu 52 % durch Warmekraftwerke; Kernkraftwerke bestehen in Atucha und Rio Tercero. ? Hauptausfuhrprodukte sind landwirtschaftliche Erzeugnisse, Hauptabnehmer: Brasilien, die USA, Chile; Haupteinfuhrguter: Maschinen, chemische Produkte, Kfz, Metalle, v. a. aus Brasilien, den USA, Deutschland.

Verkehr:

Das Schienennetz (34 000 km) ist 1992 uberwiegend privatisiert worden, verbunden mit Streckenstilllegungen und dem Abbau des Personenfernverkehrs. Uber zwei transandine Strecken ist Argentinien mit dem chilenischen Eisenbahnnetz verbunden. Die Lange des Stra?ennetzes betragt 211 400 km, davon sind rund 17 % Nationalstra?en. Der Parana ist der wichtigste Binnenschifffahrtsweg (fur Hochseeschiffe bis Rosario, zum Teil auch bis Santa Fe). Haupthafen sind Buenos Aires, Rosario und La Plata. Wichtigster internationaler Flughafen ist der von Buenos Aires; nationale (teilweise privatisiert) Luftverkehrsgesellschaft: Aerolineas Argentinas.

Geschichte
Spanische Kolonialherrschaft:

Anfang 1516 wurde die Mundung des La Plata von den Spaniern entdeckt und 1536 Buenos Aires gegrundet; nach seinem vermuteten Silberreichtum erhielt das Land den Namen (lateinisch argentum »Silber«). Seit 1776 bildete es das spanische Vizekonigreich Buenos Aires oder La Plata.

Unabhangigkeit bis Zweiter Weltkrieg:

Die Kreolen begannen 1810 den Aufstand gegen Spanien und erklarten 1816 ihre Unabhangigkeit. Der sich anschlie?ende Parteienkampf zwischen den Unitariern (Buenos Aires) und den Foderalisten des Binnenlandes mundete in einen Burgerkrieg, aus dem 1825 die Foderalisten als Sieger hervorgingen. Ihr Fuhrer, General Rosas, Diktator von Argentinien 1829?52, schuf die Grundlage der argentinischen Staatseinheit. Nach seinem Sturz kam 1853 eine foderalistische Verfassung zustande. 1865?70 nahm Argentinien am Krieg gegen Paraguay teil. Die Entwicklung zum Einheitsstaat mit der Hauptstadt Buenos Aires war erst 1880 abgeschlossen. In dieser Zeit wurde auch Patagonien unterworfen. Das Wirtschaftsleben nahm einen raschen Aufschwung: Argentinien wurde eines der gro?en Getreide- und Wollausfuhrlander der Welt. Im Kampf gegen die Regierung, die den Interessen der Gro?grundbesitzer nahe stand, organisierte sich der stadtische Mittelstand zur »Union Civica Radical« (Aufstande 1890 und 1893). Ihr Fuhrer Irigoyen war 1916?22 und 1928?30 Prasident; im Ersten Weltkrieg, der den Beginn der Industrialisierung brachte, bewahrte Argentinien strenge Neutralitat. Wahrend der Weltwirtschaftskrise gelangten durch einen Militarputsch 1930 wieder die Konservativen an die Macht, die 1943 durch eine Militardiktatur abgelost wurden. Im Marz 1945 erklarte Argentinien Japan und Deutschland den Krieg.

Im Zeichen des Peronismus:

In der Zeit der Militardiktatur gewann J. D. Peron mithilfe der Gewerkschaften und der Arbeiterpartei (gegrundet 1945; Peronisten) eine gro?e Anhangerschaft besonders unter den armsten Schichten. Nach seiner Wahl zum Prasidenten (1946) unterwarf er die Wirtschaft der Kontrolle des Staates, leitete eine finanziell aufwendige Industrialisierung ein und fuhrte unter dem Einfluss seiner Frau, Eva Duarte, Reformen durch (u. a. Frauenwahlrecht, Sozialversicherung). Seine diktatorische Herrschaft unterdruckte jede Opposition und fuhrte den Staat in eine schwere Finanzkrise. 1955 sturzte die Armee Peron, der ins Exil ging. Nach dem Verbot der Arbeiterpartei bildeten die Gewerkschaften das Ruckgrat des Peronismus. Die Sanierung von Wirtschaft und Staatsfinanzen, die Auseinandersetzung mit den Peronisten und der Kampf gegen den Terrorismus stellten die wechselnden Zivil- und Militarregierungen vor nicht zu losende innenpolitische Probleme. Unter dem Druck seiner Anhanger konnte Peron 1973 nach Argentinien zuruckkehren (Versuch eines gesellschaftlichen und politischen Ausgleichs durch einen »Sozialpakt«). Nach seinem Tod (1974) wurde seine Witwe und Nachfolgerin, Isabel Peron, 1976 durch einen Militarputsch unter Fuhrung von General J. R. Videla gesturzt.

Militardiktatur:

Gestutzt auf eine von den Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe gebildete Junta, errichtete die Militarfuhrung unter Staatsprasident J. R. Videla (1976?81) und seinen Nachfolgern ein diktatorisches Regierungssystem, das im Zeichen eines sich standig steigernden Staatsterrorismus nicht allein die terroristischen Aktivitaten linksperonistischer und sozialistischer Gruppen bekampfte, sondern die gesamte Opposition unterdruckte. 1982 scheiterte ein Versuch, mit militarischen Mitteln die argentinischen Anspruche auf die Falklandinseln gewaltsam gegenuber Gro?britannien durchzusetzen.

Demokratischer Neubeginn:

Nach dem Sturz der regierenden Militarjunta und der Einleitung eines Demokratisierungsprozesses (1982) wahlte die Bevolkerung R. Alfonsin 1983 zum Staatsprasidenten, seine Partei, die UCR, gewann die absolute Mehrheit. Nachdem 1985 Angehorige der fruheren Militarjunta zum Teil zu hohen Gefangnisstrafen verurteilt worden waren, spielte die Frage einer Amnestie bei wachsendem Widerstand in den Streitkraften (1987 und 1988 Putschversuche) eine innenpolitisch stark umstrittene Rolle. Bei den allgemeinen Wahlen von 1989 gewann der Peronist M. C. S. Menem das Amt des Staatsprasidenten (1995 wieder gewahlt), seine Partei, der peronistische Partido Justicialista (PJ), die absolute Mehrheit der Mandate im Parlament. Mit einem radikalen neoliberalen Wirtschaftsprogramm bemuhte sich Menem mit unterschiedlichem Erfolg um die Sanierung der Wirtschaft (1995 schwere Finanzkrise). Das innenpolitische Klima der 90er-Jahre wurde immer noch von der Auseinandersetzung mit den Menschenrechtsverletzungen unter der Militardiktatur beeinflusst. Die Prasidentschaftswahlen 1999 gewann F. De la Rua von der UCR. Seine vordringlichste Aufgabe, der Abbau der Staatsschuld, wurde durch erneute Finanzkrisen jeweils Ende 2000 und 2001 sowie eine seit 1999 andauernde Rezession erschwert. Kredite des IWF und ein im Sommer 2001 von De la Rua angekundigtes Umschuldungs- und Sparprogramm konnten die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht beenden, die sich Ende 2001 zu einer Staatskrise ausweitete. Nach Demonstrationen und Protesten der Bevolkerung gegen die Regierung sowie schweren Unruhen (v. a. in Buenos Aires) trat am 20. 12. 2001 Staatsprasident De la Rua zuruck. Am 30. 12. 2001 wahlte (nach mehreren Ubergangsprasidenten) schlie?lich der Kongress, in dem seit den Parlamentswahlen vom Oktober 2001 die Peronisten uber eine Mehrheit in beiden Kammern verfugen, E. Duhalde von der PJ fur die verbleibende Legislaturperiode bis Dezember 2003 zum neuen Staatsprasidenten. Zur Uberwindung der Finanzkrise kundigte Duhalde eine Abkehr von der freien Marktwirtschaft an; gleichzeitig wurde vom Kongress ein Notstandsgesetz verabschiedet, dass der Regierung weit reichende Befugnisse zur Neuordnung der Staatsfinanzen erteilt, sowie ein Programm zur Wiederbelebung der Wirtschaft verkundet.. 1995 trat Argentinien dem Kernwaffensperrvertrag bei. Der letzte Grenzkonflikt mit Chile wurde 1998 beigelegt

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