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Länderinformationen zur Republik Argentinien

Kurzinformation:

Fläche: 2’780’400 km2

Einwohner: 44,3 Millionen (07-2017)

Hauptstadt: Buenos Aires

Verwaltungsgliederung: 22 Provinzen, 1 Bundesdistrikt, 1 Nationalterritorium

Amtssprache: Spanisch

Nationalfeiertage: 25. Mai,10. Juni und 9. Juli.

Währung: 1 Argentinischer Peso (arg $) = 100 Centavos

Umrechnungskurs: 100 ARG = 2.65 CHF (12-2018)

Zeitzone: MEZ – 5 Stunden

Telefonvorwahl: 0054

Stromspannung: 220 Volt

Polizei: Tel. 101

Ambulanz: Tel. 107

Einreise: für Schweizer Staatsbürger/innen ein mind. 6 Monate über die Rückreise hinaus gültiger Reisepass. Visafrei bis 90 Tage Aufenthalt.

Gesundheit: Schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Das Malariarisiko ist gering und auf die ländlichen Grenzgebiete zu Bolivien (Salta) und Paraguay (Chaco und Misiones) begrenzt. Es besteht auch ein Risiko von Denguefieber im Norden des Landes. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Argentinien (amtlich spanisch Republica Argentina), zweitgrösster Staat Südamerikas (etwa 67 mal so gross wie die Schweiz), grenzt im Norden an Bolivien und Paraguay, im Osten an Brasilien und Uruguay, südlich des Rio de la Plata an den atlantischen Ozean sowie im Westen an Chile. Argentinien erhebt Anspruch auf einen Sektor der Antarktis, die Falklandinseln sowie andere südatlantische Inseln (Südgeorgien, Süd-Shetland-, Süd-Sandwich- und Süd-Orkney-Inseln).

Staat und Recht: Nach der Verfassung von 1994 ist Argentinien eine föderalistische, republikanische Präsidialdemokratie.  Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der auf vier Jahre direkt gewählte Präsident (einmalige unmittelbare Wiederwahl möglich). Die Legislative liegt beim Kongress, bestehend aus Senat (72 Mitglieder, Amtszeit 6 Jahre) und Deputiertenkammer (257 Abgeordnete, Legislaturperiode 4 Jahre). Einflussreichste Parteien: Partido Justicialista (PJ; Peronisten), Union Civica Radical (UCR), Frente del Pais Solidario (Frepaso) und Alternativa para una Republica de Iguales (ARI). Argentinien ist verwaltungsmässig in 24 Provinzen, einschliesslich des Bundesdistrikts von Buenos Aires und des Nationalterritoriums Feuerland, gegliedert.

Landesnatur: Argentinien erstreckt sich von 22 Grad südlicher Breite nach Süden über rund 3’700 km bis 55 Grad südlicher Breite im Süden von Feuerland und vom Kamm der Anden nach Osten bis zur Küste des Atlantiks (grösste Breite 1’577 km). Historisches und wirtschaftliches Kerngebiet ist das fruchtbare Tiefland der Pampa am unteren Parana und am Rio de la Plata, eine weit gespannte, geologisch junge Aufschüttungsebene mit weiten Grasfluren, die nach Norden allmahlich in die subtropischen Trockenwald- und Buschsavannen des Gran Chaco übergehen. In das Tiefland zwischen den sumpfigen Stromauen von Parana und Uruguay (Zwischenstromland) reichen im Nordosten bewaldete Ausläufer des Brasilianischen Berglands. Südlich des Colorado schliesst sich an die Pampa das bis auf 1’500 m ansteigende, von karger Steppe bedeckte Tafel- und Schichtstufenland Patagoniens an, das mit buchtenreicher, felsiger Steilküste zum Meer abfällt. Im Westen reicht Argentinien bis auf die Höhe der Anden (Aconcagua 6’959 m über dem Meeresspiegel) mit vielen aufgesetzten Vulkanen. Ihnen vorgelagert sind als einzelne iso-lierte Bergzüge die Pampinen Sierren. Zwischen den Ketten der Anden erstrecken sich im Norden wüstenhafte Hochgebirgsbecken (Puna). Wichtigstes Flusssystem ist das des Parana. Das Klima ist im grössten Teil des Landes gemässigt, im Norden tropisch. Trockengebiete im Regenschatten der Anden nehmen etwa zwei Drittel des Staatsgebietes ein, der Osten ist niederschlagsreicher.

Bevölkerung: Sie ist aufgrund der starken Einwanderung seit etwa 1850 (bis 1970 etwa 8 Mio.) überwiegend europäischer Abstammung (besonders Spanier, Italiener, rund 500’000 Deutschstämmige). Eine starke Minderheit von Mestizen und 25 als eigenständige Ethnien anerkannte indigene Völker leben im Chaco und in Patagonien. In der Agglomeration Buenos Aires leben rund 35% der Gesamtbevölkerung. Der jährliche Bevölkerungszuwachs beträgt durchschnittlich 1,2%. Allgemeine Schulpflicht besteht vom 6. bis 14. Lebens-jahr. Argentinien hat eine der niedrigsten Analphabetenraten (4,7 %) Lateinamerikas bei erheblichen Unterschieden zwischen Stadt und Land. Es bestehen 24 staatliche und 17 private Universitäten. Die älteste Universität wurde 1613 in Cordoba gegründet. Rund 90% der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an, über 2% protestantischen Kirchen. Die rund 250’000 argentinischen Juden bilden die grösste jüdische Gemeinschaft in Lateinamerika. Die jüdische Gemeinde der Hauptstadt Buenos Aires gilt weltweit als die zweitgrösste außerhalb Israels und nach New York. 
Das jüdische Kulturzentrum AMIA in Buenos Aires war 1994 Ziel des schwersten Anschlags in der Geschichte des Landes: 85 Menschen starben, über 200 erlitten Verletzungen, als durch die Explosion einer Autobombe das siebenstöckige Gebäude einstürzte. Zwei Jahre zuvor waren bei einem Attentat auf die israelische Botschaft in Buenos Aires 29 Menschen ums Leben gekommen.

Wirtschaft und Verkehr – Schwellenland: Nach dem Bruttosozialprodukt je Kopf der Bevölkerung zählt Argentinien zu den Entwicklungsländern mit mittleren Einkommen, zum Teil wird Argentinien auch zu den Schwellenländern gerechnet. Im Ganzen marktwirtschaftlich orientiert, nahm der Staat wichtige Zweige (Kohle, Stahl, Erdol, Transportwesen) unter Kontrolle. Seit Beginn der 1990er-Jahre erfolgte eine grundlegende wirtschaftliche Umorientierung, u. a. Liberalisierung der Wirtschaft und Privatisierung von Staatsbetrieben. Infolge anhaltender politischer und wirtschaftlicher Instabilitat, verstärkt seit Mitte der 1990er-Jahre (schwere Wirtschafts-und Finanzkrise, seit 1999 anhaltende Rezessionsphase) stagniert das Wirtschaftswachstum und erhöhten sich die Auslandsschulden erheblich (drohende Zahlungsunfahigkeit des Landes).

Wirtschaft: Die stark mechanisierte Landwirtschaft, die rund 65% der Gesamtfläche nutzt, erbringt zwar nur rund 6% des Bruttoinlandsprodukts, ist jedoch Hauptdevisenbringer. Der grösste Teil der landwirtschaftlichen Betriebsflächen ist Eigentum nur weniger Familien. Kerngebiet ist die Pampa. Haupterzeugnisse sind Weizen, Mais, Sorghum, ferner Leinsamen, Soja, Sonnenblumenkerne, Erdnusse, Baumwolle, Zuckerrohr, Gemüse, Obst, Wein, Tabak, Matetee. Argentinien ist trotz abnehmender Ten-denz einer der grössten Fleischproduzenten (Rinder, Schafe) der Welt (Dauerwiesen und -weiden nehmen 51% der Gesamt-fläche Argentiniens ein). Die Schafzucht konzentriert sich u. a. auf Ostpatagonien. Die Forstwirtschaft (Wald nimmt 21 % der Landesfläche ein, meist Busch- und Trockenwald) ist überwiegend Ausbeutungswirtschaft. Aus dem Quebrachobaum wird der Gerbstoff Tannin gewonnen. Der Fischfang (Küsten- und Hochseefischerei) zeigt aufsteigende Tendenzen. Der Bergbau fordert Erdöl (nahezu Selbstversorgung), Erdgas, Steinkohle, ferner Eisenerz, Kupfer. Die Industrie, die sich besonders um Buenos Aires sowie in Rosario und Cordoba konzentriert, erbringt rund 31% des Bruttoinlandsprodukts; ihr Schwerpunkt liegt in der Verarbei-tung von Agrarprodukten (Gefrierfleisch-, Zuckerfabriken, Getreide-, Oelmühlen, Textilindustrie). Die Stahlerzeugung stieg beträchtlich. Die relativ junge chemische Industrie und die Kraftfahrzeugindustrie gewinnen an Bedeutung. Die Elektroenergieproduktion erfolgt zu 41% durch Wasserkraftwerke und zu 52% durch Wärmekraftwerke; Kernkraftwerke bestehen in Atucha und Rio Tercero. Hauptausfuhrprodukte sind landwirtschaftliche Erzeugnisse, Hauptabnehmer: Brasilien, die USA, Chile; Hauptein-fuhrgüter: Maschinen, chemische Produkte, Kraftfahrzeuge, Metalle, u. a. aus Brasilien, den USA, Deutschland.

Verkehr: Das Schienennetz (34’000 km) ist 1992 überwiegend privatisiert worden, verbunden mit Strecken-stilllegungen und dem Abbau des Personenfernverkehrs. Ueber zwei transandine Strecken ist Argentinien mit dem chilenischen Eisenbahnnetz verbunden. Die Länge des Strassennetzes betragt 211’400 km, davon sind rund 17%  Nationalstrassen. Der Parana ist der wichtigste Binnenschifffahrtsweg (für Hochseeschiffe bis Rosario. Haupthäfen sind Buenos Aires, Rosario und La Plata. Wichtigster internationaler Flughafen ist Ezeiza von Buenos Aires; nationale, teilweise privatisierte, Luftverkehrsgesellschaft: Aerolineas Argentinas. Wichtige Inlandverbindungen werden zusätzlich durch Austral und LATAM Airlines angeboten.

Geschichte Spanische Kolonialherrschaft: Anfang 1516 wurde die Mündung des La Plata von den Spaniern entdeckt und 1536 Buenos Aires gegründet; nach seinem vermuteten Silberreichtum erhielt das Land den Namen (lateinisch argentum »Silber«). Seit 1776 bildete es das spanische Vizekönigreich Buenos Aires oder La Plata.

Unabhängigkeit bis Zweiter Weltkrieg: Die Kreolen begannen 1810 den Aufstand gegen Spanien und erklarten 1816 ihre Unabhängigkeit. Der sich anschliessende Parteienkampf zwischen den Unitariern (Buenos Aires) und den Föderalisten des Binnen-landes mündete in einen Bürgerkrieg, aus dem 1825 die Föderalisten als Sieger hervorgingen. Ihr Führer, General Rosas, Diktator von Argentinien 1829?52, schuf die Grundlage der argentinischen Staatseinheit. Nach seinem Sturz kam 1853 eine föderalistische Verfassung zustande. 1865-70 nahm Argentinien am Krieg gegen Paraguay teil. Die Entwicklung zum Einheitsstaat mit der Hauptstadt Buenos Aires war erst 1880 abgeschlossen. In dieser Zeit wurde auch Patagonien unterworfen. Das Wirtschaftsleben nahm einen raschen Aufschwung: Argentinien wurde eines der grössten Getreide- und Wollausfuhrländer der Welt. Im Kampf gegen die Regierung, die den Interessen der Grossgrundbesitzer nahe stand, organisierte sich der städtische Mittelstand zur »Union Civica Radical« (Aufstände 1890 und 1893). Ihr Führer Irigoyen war 1916-22 und 1928-30 Präsident; im Ersten Weltkrieg, der den Be-ginn der Industrialisierung brachte, bewahrte Argentinien strenge Neutralität. Während der Weltwirtschaftskrise gelangten durch einen Militärputsch 1930 wieder die Konservativen an die Macht, die 1943 durch eine Militärdiktatur abgelöst wurden. Im März 1945 erklärte Argentinien Japan und Deutschland den Krieg.

Im Zeichen des Peronismus: In der Zeit der Militär-diktatur gewann J. D. Peron mithilfe der Gewerkschaften und der Arbeiterpartei (gegrundet 1945; Peronisten) eine grosse Anhängerschaft besonders unter den ärmsten Schichten. Nach seiner Wahl zum Präsidenten (1946) unterwarf er die Wirtschaft der Kontrolle des Staates, leitete eine finanziell aufwendige Industrialisierung ein und führte unter dem Einfluss seiner Frau, Eva Duarte, Reformen durch (u. a. Frauenwahlrecht, Sozialversicherung). Seine diktatorische Herrschaft unterdrückte jede Opposition und führte den Staat in eine schwere Finanzkrise. 1955 stürzte die Armee Peron, der ins Exil ging. Nach dem Verbot der Arbeiterpartei bildeten die Gewerkschaften das Rückgrat des Peronismus. Die Sanierung von Wirtschaft und Staatsfinanzen, die Auseinandersetzung mit den Peronisten und der Kampf gegen den Terrorismus stellten die wechselnden Zivil- und Militarregierungen vor nicht zu lösende innenpolitische Probleme. Unter dem Druck seiner Anhänger konnte Peron 1973 nach Argentinien zurückkehren (Versuch eines gesellschaftlichen und politischen Ausgleichs durch einen »Sozialpakt«). Nach seinem Tod (1974) wurde seine Witwe und Nachfolgerin, Isabel Peron, 1976 durch einen Militarputsch unter Führung von General J. R. Videla gestürzt.

Militardiktatur: Gestützt auf eine von den Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe gebildete Junta, errichtete die Militärführung unter Staatspräsident J. R. Videla (1976-81) und seinen Nachfolgern ein diktatorisches Regierungssystem, das im Zeichen eines sich ständig steigernden Staatsterrorismus nicht allein die terroristischen Aktivitäten linksperonistischer und sozialistischer Gruppen bekämpfte, sondern die gesamte Opposition unterdrückte. 1982 scheiterte ein Versuch, mit militärischen Mitteln die argentinischen Ansprüche auf die Falklandinseln gewaltsam gegenüber Grossbritannien durchzusetzen.

Demokratischer Neubeginn: Nach dem Sturz der regierenden Militärjunta und der Einleitung eines Demokratisierungsprozesses (1982) wählte die Bevölkerung R. Alfonsin 1983 zum Staatspräsidenten, seine Partei, die UCR, gewann die absolute Mehrheit. Nachdem 1985 Angehörige der früheren Militärjunta zum Teil zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, spielte die Frage einer Amnestie bei wachsendem Widerstand in den Streitkräften (1987 und 1988 Putschversuche) eine innenpolitisch stark umstrittene Rolle. Bei den allgemeinen Wahlen von 1989 gewann der Peronist M. C. S. Menem das Amt des Staatspräsidenten (1995 wieder gewahlt), seine Partei, der peronistische Partido Justicialista (PJ), die absolute Mehrheit der Mandate im Parlament. Mit einem radikalen neoliberalen Wirtschaftsprogramm bemühte sich Menem mit unterschiedlichem Erfolg um die Sanierung der Wirtschaft (1995 schwere Finanzkrise). Das innenpolitische Klima der 90er-Jahre wurde immer noch von der Auseinandersetzung mit den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur beeinflusst. Die Präsidentschaftswahlen 1999 gewann F. De la Rua von der UCR. Seine vordringlichste Aufgabe, der Abbau der Staatsschuld, wurde durch erneute Finanzkrisen jeweils Ende 2000 und 2001 sowie eine seit 1999 andauernde Rezession erschwert. Kredite des IWF und ein im Sommer 2001 von De la Rua angekündigtes Umschuldungs- und Sparprogramm konnten die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht beenden, die sich Ende 2001 zu einer Staatskrise ausweitete. Nach Demonstrationen und Protesten der Bevölkerung gegen die Regierung sowie schweren Unruhen (u. a. in Buenos Aires) trat Staatspräsident De la Rua am 20. Dezember 2001 zurück. Bereits am 30. Dezember 2001 wählte (nach mehreren Uebergangspräsidenten) schliesslich der Kongress, in dem seit den Parlamentswahlen vom Oktober 2001 die Peronisten über eine Mehrheit in beiden Kammern verfügen, E. Duhalde von der PJ für die verbleibende Legislaturperiode bis Dezember 2003 zum neuen Staatspräsidenten. Zur Ueberwindung der Finanzkrise kündigte Duhalde eine Abkehr von der freien Marktwirtschaft an; gleichzeitig wurde vom Kongress ein Notstandsgesetz verabschiedet, dass der Regierung weit reichende Befugnisse zur Neuordnung der Staatsfinanzen erteilt, sowie ein Programm zur Wiederbelebung der Wirtschaft verkündet. 1995 trat Argentinien dem Kernwaffensperrvertrag bei. Der letzte Grenzkonflikt mit Chile wurde 1998 beigelegt. Am 27. Oktober 2013 fanden in Argentinien Wahlen statt: ein Drittel der Senatoren wurde neu gewählt; daneben standen 127 der 257 Abgeordneten des Repräsentantenhauses zur Wahl. 2015 kam es zu einem Machtwechsel: Bei der Präsidentschaftswahl setzte sich in der ersten Stichwahl der argentinischen Geschichte Mauricio Macri ivorsitzender der konservativen Partei Propuesta Republicana und seit 2007 Bürgermeister von Buenos Aires, knapp gegen den von der Regierung Kirchner unterstützten Kandidaten Daniel Scioli durch. Cristina Kirchner konnte laut der Verfassung Argentiniens nicht zur Wiederwahl antreten; sie war schon zwei Wahlperioden Präsidentin. Macri beendete nach 2016 das seit 2012 existierende System der Devisenkontrolle und gab den Wechselkurs des Peso frei, schaffte Subventionen für Gas, Strom und öffentlichen Transport ab und reduzierte die Agrarsteuern auf Exporten.

Sicherheit: Grundsätzliche Einschätzung: Das Land kann als stabil bezeichnet werden. Dennoch kann es im ganzen Land zu Demonstrationen, Streiks, Strassensperren und Ausschreitungen kommen. In solchen Fällen muss mit örtlichen Verkehrsbehinderungen und Verspätungen gerechnet werden. Die Schweizer Botschaft in Buenos Aires hat bei Blockaden zum Teil nur eng begrenzte – je nach Situation gar keine – Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.  Terroranschläge sind nicht auszuschliessen. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die Entwicklung der Lage. Meiden Sie Demonstrationen sowie grössere Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Tango Argentino, UNESCO Kulturerbe: Unter dem Oberbegriff Tango wird sowohl der Tanz als auch die Musikrichtung Tango verstanden. Dabei hat der Tango auch in der Dichtung und im Gesang eigenständige Ausdrucksformen hervorgebracht. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Tango in verschiedenen Formen von Buenos Aires aus in der gesamten Welt verbreitet. Zur Unterscheidung gegenüber dem (gelegentlich europäischer Tango genannten) Standardtango des Welttanzprogramms wird die ursprünglichere (weniger reglementierte) Form des Tanzes und die zugehörige Musik weltweit Tango Argentino genannt. In Argentinien selbst ist die Bezeichnung nicht üblich, dort spricht man generell schlicht von Tango. Der Tango gehört seit 2009 zum immatariellen Kulturerbe der Menschheit der UNESCO.

Die argentinische Küche ist sowohl von der Küche verschiedener Länder Europas als auch von den geografischen Besonderheiten des Landes beeinflusst. Besonders die weit verbreitete Rinderzucht in der Pampa-Region führte zu einem hohen Anteil von Rindfleisch in den Gerichten. Daneben finden sich Gerichte, die durch Einwanderer aus Europa nach Argentinien gebracht wurden, insbesondere aus Italien (Pizza, Pasta). Eine eigenständige Küche hat die Region des Nordwestens, deren Gerichte sich durch die Basis Mais und Reis, einen stärkeren Gebrauch von Gewürzen und eine allgemein pikantere Zubereitungsweise auszeichnen.

Typisch argentinisches Asado: Ein Asado ist eine landestypische Grillmahlzeit. Es wird häufig veranstaltet und bildet oft die sonntägliche Mahlzeit in der Großfamilie oder im Freundeskreis. Jeder Asador („Grillmeister“) hat seine eigene Art Gegrilltes zuzubereiten, jedoch dauert das Grillen meist Stunden und ist ein kleines gesellschaftliches Ereignis.Die Zutaten bestehen aus allem, was ein Rind, ein Schaf oder ein Schwein zum Grillen bereitstellt. Die klassischen Zutaten im Raum Buenos Aires sind diverse Fleischsorten wie Matambre (Schweine- oder Kalbsbauch), Tira de Asado (flache Rippe), Rumpsteak (Bife de Chorizo) und Lomo (Lende) sowie Chorizos, Blutwürstchen (Morcillas) und verschiedene Innereien, wie beispielsweise Därme (Chinchulines), Niere (Riñones) oder Bries (Molleja). Der Auswahl der Zutaten sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Oft wird zum Grillfleisch Chimichurri (Sosse) gegessen. Das oberhalb der Sosse abgesetzte Öl wird vor dem Grillen oder währenddessen auf das Fleisch gegeben. Die pestoartige Grundmasse wird zum Fleisch oder während des Grillens mit Weissbrot gegessen. Verbrauchtes Öl kann in Grenzen nachgefüllt werden.

In Patagonien wird statt Rindfleisch meist Lammfleisch verwendet, da dieses dort billiger als Rindfleisch ist. Als Beilagen gibt es meist nur leichte Salate, Weißbrot und Rotwein.

Empanadas: Die Empanadas sind halbmondförmige oder auch runde Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen (Hackfleisch, Schinken/Käse, Mais, Gemüse etc.). Es gibt sie sowohl gebacken als auch frittiert. Besonders die Provinz Salta ist für die frittierten Empanadas bekannt. Sie werden meist als Vorspeise oder auch als Zwischenmahlzeit gegessen. Eine Besonderheit stellen die Empanadas Árabes in Córdoba dar, die dreieckig und ohne Teigdecke sind und mit Zitrone verfeinert werden. In den größeren Städten gibt es auch mehrere Ketten, die Empanadas als Fast-Food verkaufen.

 Eintöpfe: Locro. Es gibt verschiedene Eintöpfe in Argentinien, die insbesondere in der Küche der Arbeiterklasse sehr traditionell und beliebt sind. Die wichtigsten sind Locro, Puchero und Guiso. Der Locro ist ein Eintopf aus dem Norden Argentiniens. Er besteht aus sehr vielfältigen Zutaten, hauptsächlich aus Maiskörnern, verschiedenen Arten von Würstchen, Fleischstückchen und Kürbis. Er ist meist sehr pikant gewürzt. Locro wird traditionell am 1. Mai und den Nationalfeiertagen Argentiniens gegessen (25. Mai, 9. Juli), wo in manchen Städten der Locro kostenlos im Zentrum verteilt wird. Ein Puchero ist ein Gemüse- und Fleisch-Eintopf, der in ganz Argentinien beliebt ist. Er enthält meist folgende Zutaten: Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Karotten, Fleischstücke (Ossobuco), Mangold und Eier. Guisos sind Eintöpfe, die als Basis entweder Nudeln oder Reis verwenden und meist in Tomatensoße gekocht werden. Als besonders traditionell gilt der guiso de mondongo, bei dem Rindermagen (mondongo) die Hauptzutat ist. Weiterhin gibt es Guisos mit anderen Fleischsorten vom Rind sowie solche mit Hähnchenfleisch.

Italienisch beeinflusste Gerichte: Pizza nach argentinischer Art. Durch den hohen Anteil italienischer Einwanderer ist die italienische Küche in Argentinien sehr verbreitet. Die Gerichte wurden im Laufe der Zeit jedoch oft etwas abgewandelt. So wird in Argentinien eine eigenständige Variante der Pizza hergestellt. Charakteristisch sind der große Umfang der Pizza, die Dicke des Teigs, sowie die dicke Schicht an Beilagen und Käse, die die argentinische Pizza von der italienischen Variante unterscheiden. Dennoch ist die Pizza in Argentinien nicht so dick wie die typische Pizza der USA. Auch Pasta ist sehr beliebt. Im Unterschied zu Italien werden die Nudeln tendenziell länger gekocht und sind damit weicher. Das Spektrum an Nudeln reicht von Tallarines, Tagliatelle, Fusilli und Mostacholes, um einige der Pasta-Variationen zu nennen, über halbmondartig gefüllte Spezialitäten wie Tortellini, Cappelletti und Tortelleti bis zu quadratisch gefüllten Varianten wie Ravioli (groß), Sorrentini (größer) und Panzoti (am größten). Den Füllungen sind geschmacklich keine Grenzen gesetzt. Das argentinische Extrem ist das Ein-Nudel-Gericht, bestehend aus einer Riesen-Panzoti und einer Soße.

Flan: Flan ist ein mit Vanille aromatisierter Eierpudding, der mit dunkler Karamellsauce und dulce de leche (karamellisierte Milch) oder Membrillo (Quittengelée) zum Dessert serviert wird.

 


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